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Forum > Technik > Technik / Bastelecke > Regenerierung Lenkgetriebe
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DL175  Re: Regenerierung Lenkgetriebe Zitat
10.2.2018 - 8:22 Uhr
126 Posts
Dr. Forum

Hallo Community,

habe lange Zeit vergeblich nach einer Exzenterhülse zur Regeneration meines auf Lager liegenden Lenkgetriebes gesucht. Dieses Ersatzteil ist einfach nicht mehr beschaffbar. Auch wenn man bei größeren Ersatzteilhändlern vorspricht, dann sind dort evtl. noch Hülsen vorhanden, werden aber wegen Eigenbedarf nicht herausgegeben. Also habe ich die Exzenterhülse des Lenkgetriebes vom 601Sammler ausgemessen und eine Zeichnung erstellt und Kontakt zu einer CNC-Dreherei gesucht.
Die Herstellung dieses Drehteils wurde dort als problemlos machbar eingestuft. Auch die Fettnuten könnte man dort mittels Räumnadel einstoßen. Da ich die Maße von einem schon gebrauchten Lenkgetriebe abgenommen habe, welches natürlich auch schon Verschleiß hat, sind meine Maße natürlich mit hohen
Fehlertoleranzen behaftet. Zum einen mußte ich den Verschleiß abschätzend zurückrechnen, zum anderen kommen mit meinen Meßmitteln Meßungenauigkeiten (Kippfehler 1. und 2. Ordnung) hinzu. Um ein passgenaues Teil zu fertigen, wäre es gut, wenn jemand im Forum eine original technische Zeichnung von diesem Teil besitzt und diese zur Verfügung stellen könnte.
Alternativ wäre die Vermessung von mehreren Exzenterhülsen auf einer Meßmaschine. Je ungebrauchter die Teile sind, umso besser. Hervorragend wäre die Vermessung einer Hülse eines noch nicht gelaufenen Getriebes (Neuteil). Mit diesen Werten könnte dann die CNC-Programmierung erfolgen. Da sowohl der Außendurchmesser der Hülse zur Bohrung des Getriebegehäuses und die Exzenterbohrung der Hülse zum Außendurchmesser des Antriebsritzelschafts Spielpassungen sind, müssen hier Werte gefunden werden,
welche zu den zu regenerierenden Getrieben passen müssen. Sind die Passungen zu eng, dann klemmt die Sache, bei zu großen Toleranzwerten gibt es zwischen den Einzelteilen zu viel Spiel und damit verschlechtert sich die Axialspieleinstellung des Ritzels.
Jetzt zur Kostenfrage. Die Anfertigung eines einzigen Teils ist wegen des Meßaufwandes, der CNC-Programmierung und der Rüstzeiten der Maschine indiskutabel teuer. Für ein einziges Teil wurden hier mehrere hundert Euro aufgerufen. Somit lohnt sich eine Fertigung nur, wenn es ausreichend Interessenten für ein derartiges Teil gibt und über die Stückzahl ein akzeptabler Einzelstückpreis zustande kommt. Wie hoch dieser letztlich sein wird bestimmt die Stückzahl und die Verhandlung mit der CNC-Dreherei.
Unter 50 Stück, und das ist eigentlich schon zu tief angesetzt, lohnt sich die Sache nicht.
Wer Interesse an einer Nachfertigung hat und wer mit Maßen oder Teilen zum Ausmessen helfen kann, der kann sich melden.

Gruß
DL175