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Forum > Off Topic > Allgemeines > Hajo`s Bastelecke
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Hajo  Re: Hajo`s Bastelecke Zitat
19.8.2009 - 21:53 Uhr
1566 Posts
Supermod

So, habe nun meine „Großreparatur“ beendet. Sieht doch schon „umweltfreundlicher“ aus!
Da andere vielleicht auch derartige Probleme haben, möchte ich noch mal detaillierter auf die einzelnen Schritte eingehen.

1. Der Rostansatz im Bodenbereich ist auf mangelnde Pflege und defekte Abdichtungen zurückzuführen. Klar wäre Sandstrahlen oder komplettes Abschleifen der richtige Weg. Ich habe mich auf Grund meiner Faulheit und meiner finanziellen Mittel für eine derartige „Notreparatur“ entschieden. Der Trabi soll mich ja nicht überleben!

2. Ich habe alle Roststellen mit dem Winkelschleifer mit Topfbürste bis zum gesunden Farbanstrich abgeschliffen. Danach wurde der gesamte Bereich mit Silikonentferner entfettet.

3. Alle abgeschliffenen Stellen wurden 2 mal mit Rostumwandler Fertan behandelt.
Ich habe mir gedacht, was laut Werbung für das 1. U-Boot der britischen Navy gut ist, ist auch gut für den Trabi. Das Fertan eine neue zinkhaltige Metallschicht, eine Eisen-Tannin-Verbindung, erzeugt, konnte ich nachvollziehen und durch Testschleifung überprüfen. Im Gegensatz zu anderen Rostumwandlern aus dem Baumarkt und Co., die innerhalb von wenigen Minuten undefinierbare Verfärbungen über dem Rost erzeugen und den Rost nur abdecken. Ein Nachteil von Fertan ist die lange Trockenzeit von 48 Stunden pro Anstrich.
Nach der Austrocknung wurden alle Fertan-Reste mit Wasser abgewaschen. Ich war sehr überrascht, dass Fertan gesunde Farbanstriche nicht angegriffen hatte. Leichte Verfärbungen konnten weg-poliert werden.

4. Dann kam ein Pinselanstrich mit Brantho-Korrux nitrofest auf das gesamte Bodenblech. Da ich unterschiedliche Untergründe hatte (Fertan-behandelt, blankes Blech, original Grund, Original Lack, usw,) hatte man mir beim Korrosionsschutz Depot diesen Anstrich empfohlen. Der Anstrich trocknet sehr schnell an und ist nach 24 h ausgehärtet.
Wie Willi schon empfohlen hatte, wurde Nitroverdünnung gebraucht, wenn man nicht zahlreiche Pinsel verschleißen will.
Übrigens, ich verwende Nitroverdünnung sehr gern zur Reinigung von Problemfällen. Aber Achtung!!! Immer vorher einen Test auf Anlösung oder Verfärbung machen.
Da meine Vorräte sich den Ende neigten, habe ich mir neue organisiert. War aber über die Schwierigkeiten bei der Beschaffung und den bundesdeutschen Preis schockiert.

5. Nun wurden alle Fugen, Überlappungen und Konservierungslöcher mit AKEMI Allzweckdichtmasse verschlossen. Mit dieser Dichtmasse auf PUR-Basis mit Methylendiphenyldiisocyanat,( überlackierbar, schleifbar, dauerelastisch, seewasserfest) habe ich gute Erfahrungen machen können und ist für mich für einen moderaten Preis beschaffbar. Wieder einen Tag Aushärtezeit.

6. Jetzt kam wieder ein Anstrich mit Brantho-Korrux nitrofest.

7. Zum Abschluß musste noch ein Lackanstrich drauf. In meinen Fundus befindet sich noch gut abgelagerter (über 20 Jahre alter) LEIFALIT AUTO Klar LACK. Für eine Außenlackierung würde ich den Lack nicht mehr verwenden. Aber nach 20 Minuten Aufrühren mit Quirl in der Bohrmaschine im Bohrmaschienenständer und entsprechender Verdünnung mit LEIFALIT Autolack-Verdünnung konnte ich einen Deckanstrich ausführen.

Habe mich ganz toll gefreut, wieder eine Farbbüchse aufgeräumt, und habe gleich mit einer Flasche Landskron, wegen der Etikettsammelaktion, mit meinen Trabi auf die nächsten 20 Jahre angestoßen.

Hajo hat folgendes Bild angehängt: