Willkommen in unserem Forum!
Während des Besuches auf den Seiten von trabitechnik.com kann es natürlich vorkommen, dass die eine oder andere Frage aufkommt. Dann sind Foren, neben Emails natürlich, ein geeignetes Instrument, um hier nachzuhaken oder auch nur nachzufragen. In einem Forum ist es nun mal so, dass man zum Mitmachen einen Account benötigt. Dazu einfach oben auf den Link Registrieren klicken. Ihr bekommt dann eine Bestätigungsemail mit einem Bestätigungslink. Danach könnt ihr euch dann einloggen und private Einstellungen (Passwort ändern, Style einstellen, etc) vornehmen.

Viel Spaß wünscht die
Redaktion von trabitechnik.com

Diese Domain wird zum 10.08.2019 gelöscht. Alle Inhalte - Bilder, Texte, Accounts werden ebenfalls gelöscht.

Diese Webseite und das angeschlossene Forum stellen den Betrieb ein!

Forum > Technik > Infos / Tipps > Trabant - Spezialwerkzeuge
Einige Infos und Tipps, die vielleicht Fragen schon im Ansatz beantworten oder bei dem einen oder anderen einen gewissen Aha-Effekt hervorrufen.
In diesem Board befinden sich 89 Themen.
Die Beiträge bleiben immer erhalten.
Es wird moderiert von Willy.
Board der Gruppe: Member


Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
25.6.2009 - 13:22 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nachdem ich schon 2 meiner Spezialwerkzeuge in anderen Themen vorgestellt habe, möchte ich dieses neue Thema eröffnen.
(Bremszylinder-Demontierdingsbums: Technik > Technik / Bastelecke – Rost im Bremszylinder und
Standgas-Einstell-Spezial-Schraubendreher: Technik > Technik / Bastelecke – Motor )
Ich möchte mich vor allen an Neulinge und Gäste wenden. Aber auch Profis und ich werden bestimmt noch etwas dazulernen.

Als Erstes – der Radnabenabzieher
Ein absolutes Muss für alle die an den Bremsen schrauben wollen bzw. müssen. Alles andere ist Pfusch!!!

Da es zwei verschiedene Radnaben gibt, gibt es auch 2 Typen von Abziehern.
Die alte klassiche „Glocke“ ist für Radnaben ohne den angedrehten Ring. Bei aufgebockten Fahrzeug Glocke statt des Rades auf der Nabe mit Radmuttern montieren, Achsmutter entfernen, Glocke mit Montiereisen gegen Verdrehen sichern und mit Schlüssel Radnabe samt Bremstrommel abziehen.

Wenn die Nabe einen angedrehten Ring hat, kann der der andere verwendet werden. Dabei lasse ich das Rad am Fahrzeug, entferne nur Radkappe/ Abdeckung und Achsmutter, setze Abzieher an und lockere Radnabe samt Bremstrommel und Rad. Erst danach wird das Fahrzeug aufgebockt und alles kann leicht abgezogen werden.

Soweit die Theorie. Schwieriger wird es, wenn Bremszylinder oder Nachsteller eingerostet, Bremsbacke an Bremstrommel fest gerostet, Bremsbacken eingelaufen oder verkantet u.ä. Dann helfen nur dosierte Hammerschläge auf die Bremstrommel bis sich die Nabe abziehen lässt.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
25.6.2009 - 13:26 Uhr
1566 Posts
Supermod

Und hier die Abzieher in Funktion.
(Für alle Spezies - der linke Abzieher ist noch nicht komplett montiert, habe ihn für die Demonstration offen gelassen)

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
27.6.2009 - 9:08 Uhr
1566 Posts
Supermod

So Zweitens – die Bremsbackenzange, weil wir gerade die Bremstrommel offen haben.

Auf meinem Bild ist ein Nachbau der im Reparaturhandbuch beschriebenen „Zange zum Aus- und Einhängen der Bremsbacken“.
Ein geschickter Bastler kann bestimmt auf Grund des untergelegten Millimeterpapiers selbst einen Nachbau bewerkstelligen.
Mit dieser Zange werden die Bremsbacken (vorn nach Ausbau der „Federteller für Seitenlage“) aus den Sitzen bzw. Bremszylinder herausgehoben und auch wieder eingesetzt.
Eine Verletzungsgefahr und das nervige Fummeln mit Schraubenziehern entfällt. (Fummeln ohne Schraubenzieher ist besser!) ''

Die Montage der Federn vereinfacht sich enorm.
Auch hinterlässt man keine Fingerabdrücke auf den Bremsbacken. Nicht wegen der Kripo, sondern meine Hände sind bei derartigen Arbeiten meist nicht klinisch sauber. Und was „Fettpfoten“ auf Bremsbelägen bewirken, brauche ich nicht näher erläutern.

PS: Falls jemand von den „Spezies“ fragen sollte: Warum ist die Banane und die Bremsbackenzange krumm??
Weil niemand in den Urwald zog und die Banane und die Bremsbackenzange gerade bog!

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
28.6.2009 - 11:30 Uhr
980 Posts
Supermod

so... jetzt will ich auch mal was zum thema beitragen...

zentrierdorn zur kupplungsmontage

mit hilfe des hier abgebildeten zentrierdorns wird das ausrichten der kupplungscheibe zum kinderspiel. ein gutes alignement von kupplungsscheibe, automat sind entscheidend für eine streßfreie montage des rumpfmotors an das getriebe nach erfolgtem kupplungswechsel. die kupplungsscheibe und der automat werden zunächst an der schwungmasse vormontiert, die scheibe wird mit dem dorn zentriert und dann erst wird der automat entgültig festgeschraubt und der dorn wieder entfernt...




Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
28.6.2009 - 11:39 Uhr
980 Posts
Supermod

abzieher für die spurstangenköpfe

dieser abzieher wird verwendet um die spurstangenköpfe aus den lenkerhebeln am schwenklager zu drücken. bild1 = abzieher/ausdrücker.... bild zwei einsatzort (natürlich werden bei der demontage der köpfe zuerst die sicherungssplinte und kronmuttern entfernt)




Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.6.2009 - 16:00 Uhr
1566 Posts
Supermod

Zu Trabant- Spezialwerkzeuge Teil 3 Kupplungszentrierdorn
Das sch.... Spiel kenne ich auch. Wenn die Kupplungsscheibe nicht beim Einbau des Kupplungsautomaten ordentlich zentriert ist, stirbt man einen „Heldentod“ beim Motoreinbau.

Da sieht man aber wieder mal den feinen Unterschied! Der Willy hat in seiner Werkstatt einen CNC-Drehautomaten und lässt sich ruck zuck so ein Teil über CAD-CAM herstellen.

Ich dagegen kann mich selten von etwas trennen
Ich nehme für die Zentrierung eine alte Antriebswelle mit defekten Freilauf vom unsynchronisierten 500/600er Getriebe.
Ich möchte noch erwähnen, dass die Schrauben des Kupplungsautomaten erst über Kreuz mit 1 Nm und dann noch einmal über Kreuz mit den erforderlichen 8-12 Nm, je nach verwendeten Schrauben, anzuziehen sind.
Aber zu Anzugsmomenten kommen wir noch in diesem Thema.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.6.2009 - 16:21 Uhr
1566 Posts
Supermod

Zu Trabant- Spezialwerkzeuge Teil 4 Abzieher Spurstangenkopf

In der Hajopedia steht folgender Arbeitsablauf:

1.Splint, wenn vorhanden, vom Spurstangenkopf entfernen
2.Gewinde mit Drahtbürste säuben
3.Kronenmutter oder selbstsichernde Mutter abschrauben
4.Mutter wieder leicht aufschrauben
5.Abzieher handfest am Spurstangenkopf ansetzen
6.Mutter gegen den Abzieher dehen
7.Spurstangenkopf mit Abzieher ausdrücken
Dadurch wird vermieden, das der Abzieher auf der relativ kleinen Fläche des Spurstangenkopfes wackelt,
der Abzieher nur auf die kleine Fläche des Spurstangenkopfes drückt und
wenn beim Ausdrücken das Gewinde des Kopfes beschädigt wurde, kann man es mit der Mutter vorsichtig „nachschneiden“.


Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.6.2009 - 17:14 Uhr
980 Posts
Supermod

Zitat:
Da sieht man aber wieder mal den feinen Unterschied! Der Willy hat in seiner Werkstatt einen CNC-Drehautomaten und lässt sich ruck zuck so ein Teil über CAD-CAM herstellen.


tja...wer hat der kann... .... wobei CAD eher weniger das problem ist....natürlich kann man auch die alte antriebswelle von 601er nehmen




Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.6.2009 - 18:04 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr.5, Ein Bremsen-Entlüftungs- und Bremsflüssigkeitswechsel-Dingsbums

Der eine oder andere wird vielleicht die Nase rümpfen, aber ich will das Ding nicht missen.

Ich nehme durchsichtigen Plasteschlauch, der straff auf die Entlüftungsschrauben der Bremszylinder passt, und 2 Stück Rückschlagventile aus der Scheibenwaschanlage. Diese Teile verbinde ich in Reihe. Die Seite, wo man durchblasen kann, markiere ich mit Klebeband.

Das Ende mit der Markierung stecke ich auf die Entlüftungsschraube. Das andere Ende kommt in ein Gefäß. Ich nehme einen ausgedienten Bierkrug, wegen der Standfestigkeit, und fixiere den Schlauch am Bierkrug mit Klebeband. Der Bierkrug wird oberhalb des Bremszylinders mit einem Hocker o.ä. aufgestellt.

Wenn ich die Entlüftungsschraube leicht öffne, kann ich im Notfall ganz alleine durch Betätigen des Bremspedals die Bremse entlüften oder die Bremsflüssigkeit wechseln. Ich brauche nur auf den Hauptbremszylinder zu achten, dass er nicht leer wird. Luft oder alte Bremsflüssigkeit kann durch die Rückschlagventile nicht zurückgezogen werden.

Wenn ein Helfer zur Hand ist, ich nehme meistens die Mutti meiner Kinder oder den Auftraggeber der Aktion, entfällt das Angeschreie „Drauf, Pumpen, Halten, Zurück, Drauf, usw.“.

Das die Teile bei der aggressiven Bremsflüssigkeit nicht ewig halten ist klar, aber ist bei diesen „Pfennigartikeln“ doch kein Problem.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.6.2009 - 19:59 Uhr
980 Posts
Supermod

hmmmm.... dat dingens is nicht schlecht...vor allem die idee mit den rückschlagventilen....

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
3.7.2009 - 6:03 Uhr
1566 Posts
Supermod

Ich finde es Klasse,
dass die Karteikarte in der Themenübersicht (100 Klicks Thema Trabant - Spezialwerkzeuge) und
dass ich vor Bescheidenheit, Überschwang und Stolz
Rot
geworden sind.
Dass ich zusätzlich noch vom „Fleißigen Kerlchen“ zum „Fingerwundschreiber“ aufgestiegen bin,
ist für mich Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Ein kleiner Hinweis
vor allen an alle Anfänger, „0-Poster“, „neue Mitglieder“ und Gäste.
Ich bin gern bereit
auf Anfragen, Anregungen, Wünsche und Hinweise zum Thema „ Trabant – Spezialwerkzeuge“
näher einzugehen, wenn ich dazu in der Lage bin.
Eine Unterstützung durch die Profis, Mods und Admins bin ich mir mit fast 100%-iger Sicherheit gewiss.



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
3.7.2009 - 6:54 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 6 Ein Bremszylinder - Demontage und Dichtheitsprüfung – Dingsbums
Obwohl ich das Teil schon einmal kurz vorgestellt habe, möchte ich noch einmal näher darauf eingehen.

Bremszylinder kann man am Auto im eingebauten Zustand z.B. zum Manschettenwechsel nach Demontage der Bremsbacken durch Betätigen des Bremspedals demontieren.
Bei aufgebockten Rad hat man eine unbequeme Arbeitsstellung.
Wenn man das Auto z.B. auf einer Hebebühne in eine günstige Arbeitsstellung fährt, kommt der Helfer, der das Bremspedal betätigen soll, so schlecht an das Bremspedal.
Außerdem ist es eine nicht gerade saubere Umgebung und Verunreinigungen durch Bremsflüssigkeit, die man absolut vermeiden sollte, sind nicht ausgeschlossen.
Wenn man Altteile aufarbeiten will, ist es nicht sinnvoll, das Altteil in ein Fahrzeug einzubauen.
Die Bremskolben durch Aufschlagen auf den Arbeitstisch oder durch Stöße mit Dornen, Duchschläge, Nägel durch Entluftungsborungen usw. betrachte ich als Pfusch.

Deshalb habe ich mir aus einen alten Einkreisbremszylinder und einem defekten Pedalwerk diese Vorrichtung gebaut.
Durch Betätigen des Pedals kann ich dosiert die Kolben demontieren. Bis jetzt hat der Druck auch bei festgerosteten Bremszylindern ausgereicht. Dauert nur etwas länger.

Wenn der Bremszylinder durch Ausschleifen mit feiner Schleifpaste oder sehr feinen Schleifpapier aufgearbeitet wurde, die Manschetten gewechselt wurden und der Bremszylinder komplett montiert ist, kann ich nach Anschluss an die Vorrichtung durch Blockieren des Pedals mit einem Keil und, oder durch Verstellung der Stellschraube am Haupt bremszylinder den Bremszylinder unter Druck setzen. Ich muss natürlich ein Herausfallen der Kolben aus dem Zylinder verhindern. Ich spanne den Bremszylinder in einen Maschinenschraubstock ein.
Am Manometer kann man dann, wenn der Druck nach einiger Zeit gleich geblieben ist, ablesen ob die Aufarbeitung von Erfolg gekrönt war und der Bremszylinder dicht ist.


fritz  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
4.7.2009 - 22:33 Uhr
106 Posts
Dr. Forum

Hallo,
Für mich als Trabant Anfänger sehr nützliche Infos.
Habe daraufhin einen Trommelabzieher bei ebay erworben,weil meine Bremse hinten rechts nicht funktioniert.


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
5.7.2009 - 8:54 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 7 Drehmoment -schlüssel
Jeder kennt das Sprichwort „Nach fest kommt ab“.
Am Motor sind viele Schrauben im weichen Aluminium schnell überzogen und Fahrwerk sind viele Schraubverbindungen zur eigenen und zur Verkehrs-Sicherheit mit der entsprechenden Festigkeit anzuziehen.

Deshalb sollte jeder der größere Schraubarbeiten am Trabant vornimmt, einen Drehmoment -schlüssel in seinen Besitz haben.
Wenn man die Top-Suchfunktion von Trabitechnik.com benutzt (Einkratz, Einkratz, Einkratz... ), findet man schnell die entsprechenden Werksvorgaben für die entsprechende Baugruppe.

Es gibt verschiedene Ausführungen in verschiedenen Preisklassen. Die beiliegende Gebrauchsanleitung ist entsprechend zu beachten.

Ich möchte hier mal 3 verschiedene vorstellen.
Der linke ist eine DDR-UT Ware. (Wurde zu DDR-Zeiten nur „unterm Ladentisch“ verkauft)
Er leistet mir trotz seinen einfachen Bauweise schon sehr viele Jahre gute Dienste.
Der mittlere ist auch DDR-UT Ware. Er ist von der Konstruktion schon etwas aufwendiger. Top in der Handhabung und ideal für Hobby-Schrauber.
Der rechte stammt aus einem Sonderangebot eines Lebensmittel-Discounters. Er gaukelt eine hohe Genauigkeit der Einstellungen vor, die ich allerdings bezweifele. Aber für einen Preis unter 20 € ist er ein gutes Hilfsmittel um das geforderte Anzugsdrehmoment annähert genau einzustellen.

Das für einen Drehmoment – Schlüssel ein guter Nusskasten erforderlich ist, wird jedem klar sein.
Wer sich einen neuen zulegt, sollte darauf achten, das bei einem älteren Trabant eine 14er Nuss und bei neueren 16er und 18er Nüsse gebraucht werden. In den wenigsten Nusskästen sind 32er und 36er Nüsse dabei, können aber in guten Werkzeugläden nachgekauft werden.
Unten ist ein ebenfalls DDR-UT-Nusskasten, der speziell für Trabant und Wartburg von Smalcalda zusammengestellt wurde und viele Jahre mir im Kofferraum ein treuer Begleiter war und ist.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
5.7.2009 - 9:13 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Hajo, das Einkratzen hat sich gelohnt Danke für das Lob ;)

Der Vollständigkeit halber hier noch ein Link zu Anzugmomenten: Klick mich sanft

Ich hab übrigens den rechten Drehmomentschlüssel - besser als keinen ;)
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
7.7.2009 - 16:01 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 8 Demontage und Montagewerkzeuge für die Achsmutter (Radnabenmutter)
Viele kennen das Problem. Bei Arbeiten an der Bremse, an der Radlagerung, an der Vorderachse und z.B. an den Gelenkwellen muss die Achsmutter entfernt werden.
Das sind je nach BJ entweder Kronenmuttern oder normale Sechskant-Muttern M24x1,5 mit einer Schlüsselweite 36.
An Gleichlaufgelenkwellen sind Bundmuttern M20x1,5 mit Schlüsselweite 32.

Und diese Muttern sind manchmal ganz schön fest. Es soll schon Leute gegeben haben, die entsprechend der „ARAL-Werbung – I´m walking“, bis zur nächsten Fachwerkstatt gejoggt sind.
Einen 32er oder 36er Schlüssel hat nicht jeder in seiner Werkzeugkiste und mit einen Maulschlüssel hat man selten richtige Erfolge.

Ich demontiere die Achsmutter grundsätzlich bei nicht aufgebockten Fahrzeug mit angebautem Rad. Nach dem Radkappe oder Radabdeckung entfernt wurde, werden die Sicherungen der Achsmutter entfernt. Bei Kronenmuttern der Splint, bei Sechskantmuttern das Sicherungsblech mit Meißel und Durchschlag aufbiegen. Bei Bundmuttern muss die eingeschlagene Sicherungsnase entfernt werden. (zu diesen Vorgang komme ich in einem nächsten Beitrag).

Dann kommt mein DDR-UT-gekröpfte Ringschlüssel SW36 mit Verlängerung, extra vom Smalcalda für den Trabant entwickelt, zum Einsatz.
Einen 32er habe ich trotz intensiver Bemühungen damals nicht bekommen. So habe ich einen 32/30er gekröpften Ringschlüssel in der Mitte getrennt. Da hatte ich einen 32er Schlüssel, auf den ich die Verlängerung aufstecken kann und einen 30er, der an Abziehern gebraucht wird.

In einen anderen Trabantforum wird eine Verlängerung von 1,5m ¾" Wasserrohr empfohlen. Ich habe bis jetzt alle Muttern mit der Original-Verlängerung auf bekommen.

Nun aber zum Anziehen. Die Verlängerung wird sehr weit weg gelegt. Mit dem gekröpften Schlüssel handfest anziehen. Danach kommen die Stecknüsse und ein Drehmomentenschlüssel zum Einsatz.
Bundmuttern SW 32 an Gleichlaufgelenkwellen - Anzugsmoment von 150 bis 200 Nm für das notwendige und zulässige Radlagerspiel ist unbedingt einzuhalten.
Radnabenmutter SW 36 - Anzugsmoment von 157 bis 196 Nm

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
9.7.2009 - 18:17 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr.9 Reibahlen
Hier nun ein Werkzeugsatz, der manchen Trabantschrauber das Herz höher schlagen lässt.
Ich denke mal, manche Markenwerkstatt hat diese Werkzeuge nicht im Bestand und viele gewinn-orientierte „Vertragsschrauber“ und computergestützten „Baugruppenwechsel“ wissen damit auch nichts anzufangen.

Es handelt sich um einen Satz verstellbarer Reibahlen mit den dazugehörigen Windeisen.
Damit reibe ich die Federgabel- und Schwenklagerbuchsen ein. Im Gegensatz zum Reparaturhandbuch Klick hier
nehme ich keine festen Reibahlen. Das dauert zwar länger, aber ich kann fertigungsbedingte Toleranzen ausgleichen und kann Buchen bei aufgearbeiteten (abgedreht oder abgeschliffen) Federgabeln und Schwenklagerbolzen mit hoher Qualität herstellen.

Beim Einreiben ist schon etwas Fingerspitzengefühl notwendig, aber dies ist eine Arbeit die mir sehr viel Spaß macht. Wenn ich eine spielfreie Passung und dann noch eine exakte Montage eines Antriebs beendet habe, ist das Erfolgserlebnis und der neue Fahrspaß doppelt so groß.

Falls die Frage auftaucht, ob ich die Reibahlen verleihe, antworte ich mit einem kategorischem „Nein“.
Ich bin aber gern bereit, für Forummitglieder natürlich kostenlos, bei kompletten Ersatzteilen, bei mitgebrachten Getränken oder bei Übernahme der Versandkosten, die eine oder andere Buchse einzureiben. Absprache über PN oder Email.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



marcel20rot  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
9.7.2009 - 20:21 Uhr
66 Posts
Fingerwundschreiber

Kann ich dich verstehen Hajo dass du die Reibahlen nicht verleihst. Habe mal Spassenshaber letztens in einen Werkzeugladen gefragt was eine kostet. Da hat es mich auf den "ARS..." gehauen. Knappe 200€ für eine verstellbare Reibahle vom Mass 19-23 cm. Ganzschön habisch.
Tarbantfahren ist Kult, wer Keinen fährt ist selber Schuld

Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
12.7.2009 - 19:25 Uhr
980 Posts
Supermod

Zitat:
Knappe 200€ für eine verstellbare Reibahle vom Mass 19-23 cm.


das ist in der tat happig...bei ebay kriegste 7 ahlen für 150 tacken....und einzelne verstellbare deutlich unter 50 euro....


Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
12.7.2009 - 19:37 Uhr
980 Posts
Supermod

sooo.... nr. 10 - thema kippvorrichtung für trabant

ich präsentiere hier die kippvorrichtung für einen trabant- variante achsmontage




die kippvorrichtung wird an stelle der räder an die bremstrommel montiert. vorteile gegenüber der kippv. für die montage an den schwellern ist der freie stand des fahrzeuges ohne den dritten sicherungsbock und der größere kippwinkel (ist rückenschonender). weiterhin ist die kv bei weggefaulten schwellern einsetzbar und die schweller sind frei für schweißarbeiten. nachteil...es gibt keine seilwinde bzw ist diese nicht einsetzbar - man braucht immer einen zweiten mann zum kippen...



Editiert von Willy am 12.7.2009 um 21:08 Uhr

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
15.7.2009 - 18:11 Uhr
1566 Posts
Supermod

zu Nr.10 die Kippvorrichtung vom VEB Schachtbau Nordhausen
Viele werden diese 4-teilige Vorrichtung kennen, aber ich möchte sie, der Vollständigkeit wegen, hier mit erwähnen.
Die Anleitung kann man hier hier downloaden.
Die Gelenkstücke der beiden Böcke werden am Schweller mit einem dicken Bolzen befestigt. Die Hebesäule wird an der vorderen Gelenkstück befestigt und der Wagen einseitig leicht angehoben. Jetzt kann man die Unterstellböcke an den Gelenkstücken am Schweller anbringen. Der Wagen wird wieder abgelassen und eine Seite steht aufgebockt da. Wenn man nun die Hebesäule an der anderen Seite ansetzt, kann man mit relativ wenig Kraftaufwand den Wagen ankippen. Bei vollständig gekippten Fahrzeug muss die Hebesäule gesichert und der Stützbock verwendet werden! (siehe Bild 1)
Ich arbeite sehr gern mit dieser Kippvorrichtung und besitze für einen variableren Einsatz sogar mehrere Dreiböcke. Ich gebe betrübt zu, das ich die vorgeschriebene Anzahl der 300 Lastspiele bestimmt schon mehrmals überschritten habe.

Vorteile: Es werden keine Helfer benötigt.
Man kann im vollständig gekippten Zustand den gesamten Unterboden, mit den von Willy beschriebenen Einschränkungen, erreichen.
Man kann sie auch beim Aufbocken eines Rades (siehe Bild 3) oder einer Achse (siehe Bild 2) benutzen.
Durch die Unterstellböcke ist eine hohe Standfestigkeit des aufgebockten Fahrzeuges gewährleistet und eine relativ gute Arbeitshöhe bei Arbeiten z.B. an der Abgasanlage oder an den Bremsen gegeben.

Nachteile: Die Vorrichtung ist als Bordwerkzeug ungeeignet.
Sie ist sehr sperrig und nimmt relativ viel Lagerplatz ein.
Bei unsachgemäßer Anwendung und Lagerung besteht eine hohe Unfallgefahr und es kann zu Beschädigungen am Fahrzeug führen. Für Arbeiten am den Schwellern ist sie nur bedingt geeignet.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Editiert von Trabiteamer am 15.7.2009 um 19:28 Uhr


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
15.7.2009 - 22:29 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 11 Fahrbare Vorrichtung für komplette Vorderachse
Hier mal etwas ganz spezielles aus meinem Nähkästchen.
An einem alten Winkeleisenrahmen habe ich Räder (Endschalterrollen) angebracht und Kanthölzer eingepasst. Auf dieser Vorrichtung montiere ich die komplette Vorderachse mit Motor und Getriebe. Die kann ich dann unter eine angehobene Karosse rollen und mit Wagenhebern ohne Anstrengung an der danach herunter gelassenen Karosse montieren.
Da meine beheizte Werkstattfläche sehr begrenzt ist, kann ich also auch im Winter eine Vorderachse aufbauen.
Des weiteren bin ich ständig auf der Suche nach den nötigen Normteilen in meinem "Skat". Jetzt suche ich z.B. passende Federgabelschrauben.
Aufgearbeitete Baugruppen liegen nicht auf meiner Werkbank herum und die Vorderachse lässt sich schnell und einfach abdecken und ist aufgeräumt.
Parallel zur Vorderachse kann ich an der Karosse arbeiten.
Auch Beschädigungen an einer frisch gespritzten Karosse durch Montagearbeiten minimiere ich damit.

Braucht kein Mensch, aber ich nutze die Vorrichtung gern.

Beim Schreiben fällt mir ein neuer Verwendungszweck ein. Man könnte bei Trabitreffen an dieser Vorrichtung Wettbewerbe, schnellster Gelenkwellenwechsel o.ä., austragen. ''
Oder alle die noch kein regeneriertes Getriebe eingebaut haben, könnten daran üben.



Hajo hat folgendes Bild angehängt:





Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
16.7.2009 - 0:31 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Zitat:
Oder alle die noch kein regeneriertes Getriebe eingebaut haben, könnten daran üben.
Das hab ich jetzt auch verstanden :D
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
16.7.2009 - 9:09 Uhr
980 Posts
Supermod

hmmm...nicht ganz schlecht... ich hab nämlich grad das problem, das der hilfsrahmen bei meinem neuaufbau etwas deformiert ist (hintere getriebeaufnahme ist irgendwie krumm) so könnte man die richten und testen ob alles passt ohne im motorraum rumkratzen zu müssen....

gibts irgendwo maße womit man den hilfsrahmen ausmessen kann???

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
16.7.2009 - 16:33 Uhr
1566 Posts
Supermod

Von einem Richten würde ich abraten.
Der VEB S/Z hatte sich leider sehr bedeckt mit der Herausgabe von Zeichnungen mit Maßen gehalten.
Anderer Hilfsrahmen ist doch kein Prob.
Habe z.B. unter "Trabant 601 Hilfsrahmen" bei Ebucht einen für 15,00 € in Böhlen gefunden.


Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
16.7.2009 - 17:17 Uhr
980 Posts
Supermod

ich kann ja den von meinem alten trabser nehmen...ist nur dumm das der hilfsrahmen immer untendran montiert ist....da muß ich jetzt erst das alte pappauto zerlegen.....


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.8.2009 - 19:37 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 12 Spezialwerkzeug für VSD Montage ????
Jeder der schon einmal den Vorschalldämpfer am Krümmer demontieren oder montieren musste, hat, wenn er sich nicht die Finger gebrochen hatte, den Konstrukteur sonst wohin gewünscht. Es stellt sich die Frage nach einem Spezialwerkzeug. Ich brauche keins mehr!
Wenn ich einen VSD demontiert habe, schweiße ich an die Schrauben eine Mutter an. Eine alte Mutter findet sich in jeder gut sortierten Werkstatt. Und wenn ich gerade beim Schweißen bin, schweiße ich gleich noch zwei Ersatzschrauben. Der nächste Trabi mit normalen Schrauben kommt bestimmt.
Die Schrauben mit der angeschweißten Muttern stecke ich von unten an den Flansch am VSD rein und brauche sie nicht mehr gegen Verdrehen festhalten. Von oben komme ich mit normalen Schlüsseln und sogar ganz bequem mit dem Drehmomentenschlüssel ran. Aber das Anzugsmoment von von max. 14,7 Nm (1,5 kpm) beachten! Die Augen am Guss-Krümmer brechen leicht ab!
Hajo

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
2.9.2009 - 20:14 Uhr
980 Posts
Supermod

hmmm.... ich hab dafür nen gekröpften 17er maulschlüssel....

Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
2.9.2009 - 20:36 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Es ist schon eine enorme Erleichterung, wenn man eine solche Schraube verwendet. Meine eigene hat letztens leider das zeitliche gesegnet, wie man so schön sagt und bisher noch keinen Ersatz. Das ist dann ein elendes Gefummel mit normalen Schrauben.
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
2.9.2009 - 22:50 Uhr
1566 Posts
Supermod

@ Willi
Wenn ich dich richtig verstanden habe, fädelst du mit der einen Hand mit dem gekröpften 17er Maulschlüssel die Schraube ein und sicherst sie gegen Verdrehen.
Mit der Zweiten Hand legst du die Unterlegscheibe auf und befestigst die Mutter.
Mit der dritten Hand bringst du den VSD in die richtige Stellung.
Schön, wenn das bei dir klappt. Bei mir geht das nicht.


Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
3.9.2009 - 6:54 Uhr
980 Posts
Supermod

Zitat:
@ Willi
Wenn ich dich richtig verstanden habe, fädelst du mit der einen Hand mit dem gekröpften 17er Maulschlüssel die Schraube ein und sicherst sie gegen Verdrehen.
Mit der Zweiten Hand legst du die Unterlegscheibe auf und befestigst die Mutter.
Mit der dritten Hand bringst du den VSD in die richtige Stellung.
Schön, wenn das bei dir klappt. Bei mir geht das nicht.




der trick ist, den vorschalldämpfer anzufädeln und von unten mit dem wagenheber gegen den krümmer zu fixieren...das ersetzt die dritte hand...mach ich schon immer so........dann kann man die schrauben anfädeln ohne sich die pfoten zu brechen....und dann mit nem gekröpften maulschlüssel gegenhalten... funzt super....für alle die kein schweißgerät in der garage haben

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
3.9.2009 - 7:58 Uhr
1566 Posts
Supermod

@ Willy
Entschuldige die falsche Schreibweise im letzten Post.
Wie du den Original-Wagenheber am VSD befestigst (26er Loch bohren?), ist mir ein Rätsel.
Man kann natürlich einen Scherenwagenheber nehmen.
Aber wenn der Trabi auf einer Grube oder Rampe steht oder an-gekippt ist, gehen alle meine Scherenwagenheber nicht so weit auf.
Hajo


Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
3.9.2009 - 10:05 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Dann legt man ein entsprechendes schmales Brett quer über die Grube und kann dann den Scherenwagenheber nehmen.
Trabantfahrer sind da meist sehr findig ;)
Und jeder hat seine eigene Art...
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
4.9.2009 - 16:05 Uhr
980 Posts
Supermod

Zitat von Hajo:
Wie du den Original-Wagenheber am VSD befestigst (26er Loch bohren?), ist mir ein Rätsel.


wieso bohren...sind doch meist genug löcher am VSD dran...die man nutzen kann

Zitat:
Aber wenn der Trabi auf einer Grube oder Rampe steht oder an-gekippt ist, gehen alle meine Scherenwagenheber nicht so weit auf.
Hajo


warum sollte man denn ausgerechnet an nem gekippten trabi nen VSD montieren wollen....für den fall das du den trabi komplett betriebsbereit mit der kippvorrichtung in seitenlage gebracht hast um würde ich mich da ohnehin nicht d'runterstellen wollen...soviel vertrauen habe ich in die schweller dann doch nicht...und auf der grube gehts auch mit nem brett - wie der forencheffe schon bemerkte...

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 11:22 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 13 Anlasserdemontagewerkzeuge

Obwohl ich in einem Nachbarforum von einem Super Moderator Schimpfe erhalten habe („Und was machen die tausenden von Benutzern ohne?.....Was will ich damit sagen? Spezialwerkzeuge nutzen nur dem der sie hat.“), möchte ich hier ein weiteres meiner Spezialwerkzeuge vorstellen. Für alle die ein Spezialwerkzeug nur einmal in 10 Jahren benutzen, kann ich diese Argumentation nachvollziehen. Aber für mich ist es jedes mal ein Erfolgserlebnis, wenn ich ein selbst gebautes Spezialwerkzeug einsetzen kann,

Der Anlasser muss bei vielen Arbeiten demontiert werden (Störungen Anlasser, Kupplung, Getreibe- und Motorwechsel.....)
Früher waren die Anlasser mit 2 Sechskantschrauben M 12x65 Sn 4 TGLO 835-6 S befestigt. Das war ein „Gefummle“, auch bei der Verwendung von ungekröpften Ringschlüsseln.
Später wurden die Anlasser mit 2 Innensechskantschrauben M 12x70 TGL 0-912-10.9 (Modell-Wechsel???) befestigt. Man benötigt einen 10er Imbusschlüssel (Entschuldigung Sechskantsteckschlüssel 10). Das geht schon besser, aber man stößt am Kupplungshebel, am Anlasser und am VSD an und man kann selten mehr als 1/6 Umdrehung ohne Umstecken drehen.
Eine 1/2 Zoll Innensechskanteinsatz, 10 mm -Spezialnuss aus Profi-Werkzeugkästen gibt es nur 100 mm lang und passt auch nicht. Auch mit einem 3/8 Zoll Innensechskanteinsatz, 10 mm kommt man nicht zu fache.

1

Was liegt also näher als den Innensechskantschlüssel 10 mm zu verlängern. Oben kommt man mit dieser Variante sehr gut zurecht.

2

Unten braucht man einen noch längeren und kann im Radkasten drehen.

3

Mein Favorit ist dieser Eigenbau. Stück von einem Innensechskantschlüssel 10 mm, 10er Rundmaterial und eine alte „ausgeleierte“ ½ Zoll Nuss zusammengeschweißt. Da komme ich sogar mit einer Knarre und mit meinem geliebten „Dremoschlüssel“ ran.

4

Editiert von Hajo am 25.10.2010 um 9:23 Uhr


Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 14:35 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Entschuldige, wenn ich Dich korrigieren muss, aber das Ding heißt Inbus. Weit verbreitete Unsitte...

Ansonsten: den Inbusschlüssel benötige ich persönlich lediglich zum Lösen der Schrauben, ganz heraus schraube ich sie dann mit den Fingern, da sie genügend leichtgängig sind.
Dennoch sind die gezeigten Lösungen imho sehr schick
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 14:54 Uhr
1566 Posts
Supermod

@ trabiteamer
Ebenfalls Entschuldigung!!
Ich hatte ganz bewusst den „Werkstatt-Jargon“ - “Imbus“ verwendet. Danach die DIN-gerechten Fachbegriffe.
Schön, wiedereinmal für dich, dass deine Schrauben mit der Hand sich bewegen lassen.
Bei mir sind meistens die Schrauben im Alu „festgebacken“.
Außerdem drückt die verfluchte Schwerkraft den Anlasser immer nach unten und die Schrauben lassen sich bei mir nicht mit der Hand drehen.
Ich glaube es kommt schon wieder „die dritte Hand“ ins Spiel.


Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 16:07 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Hmm, als Werkstattjargon kann ich das nicht gelten lassen, denn in einer Werkstatt weiß man i.d.R., wie dieses Werkzeug u.a. genannt wird.
Es ist einfach Unwissenheit und die wollte ich mit meinem Hinweis beseitigen.
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 16:43 Uhr
1566 Posts
Supermod

Klar, weiß ich, dass der Name „Inbus“ von der Herstellerfirma Innensechskantschraube Bauer und Schaurte herrührt.
Aber sogar in der Wikipedia Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Inbus steht: „Häufig wird der Name durch Assimilation fälschlich Imbus ausgesprochen.“.
Da in Werkstätten und in Hobby-Schrauber - Ecken nicht immer hochqualifizierte Fachleute präsent sind, ist diese Assimilation sehr gebräuchlich.


Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 16:59 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Aber deshalb nicht weniger falsch. Ein bisschen falsch ist genau so wie ein wenig schwanger oder ein wenig tot.
Es wurde nun geklärt, wie es richtig heißt und dass es mache Individuen falsch aussprechen. Damit ist zumindest dieses Thema für mich erschöpfend geklärt, auch wenn mir diese Assimilation eher weniger über den Weg läuft. Um so erstaunter bin ich, dass es gestandene Schrauber aus der Trabantszene verbreiten.
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.9.2009 - 17:08 Uhr
980 Posts
Supermod


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
21.9.2009 - 11:23 Uhr
1566 Posts
Supermod

Zu 2. Bremsbackenzange

Vor geraumer Zeit wurde ich gebeten, den Einsatz der Bremsbackenzange im Bild darzustellen. Ich hatte es leider wahrscheinlich wegen Alzheimer vergessen. Jetzt hatte ich gerade eine Bremse offen und natürlich gleich ein Foto machen lassen.



Beide Federn werden in die Bremsbacken eingehangen und die langen Nasen der Bremsbacken in die Gummis der Bremszylinder eingesteckt. Mit der Bremsbackenzange spanne ich die Federn und hebe die Bremsbacke in die vorgesehene Position.
Klappt auch Andersherum bei der Demontage.
Kein Abrutschen und „Rumfummeln“ mit einem Schraubendreher, keine Fingerabdrücke auf den Bremsbacken und wieder ein Erfolgserlebnis, ein selbst gebautes „Ratiomittel“ eingesetzt zu haben.


Editiert von Hajo am 25.10.2010 um 9:18 Uhr


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.9.2009 - 13:33 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr. 14 Vergaser - De- und Montagewerkzeuge
Wenn man an einem Vergaser arbeitet braucht man ordentliches Werkzeug. Ich benutze dazu, wie im Ratgeber Zweitaktmotoren von Ing. Thomas Strese Dipl.-Ing. Knut Böttcher beschrieben :verschiedene Schraubendreher, Schaber und Messer, verschiedene Zangen (Kombi-, Spitz-, Wasserpumpenzange), Ringschlüssel oder/und Gabelschlüssel, Messschieber, kleiner Hammer, ...usw. Den Rest kann jeder bei Link: Ratgeber Zweitaktmotoren nachlesen.

Aber wenn man einen Vergaser de- oder montieren will, bricht man sich die Finger. Ich klappe bei derartigen Arbeiten generell die Lima nach unten. (Schraube an Spannstrebe entfernen, Lagerbolzen lockern, Keilriemen ablegen)
Nun kommt man immer noch nicht mit einen normalen Schlüssel an die Muttern M8 ran.
Abgetrennte, gekürzte Schlüssel helfen schon weiter.

Bei Link: Ratgeber Zweitaktmotoren sind speziell geformte Schlüssel beschrieben. Die habe ich schon einmal nach gebaut. Bin aber nicht mit der Handhabung zufrieden gewesen.
Meine Schlüssel sind aus abgeschnittenen 13er Maulschlüsseln und Flacheisen speziell gebogen und angeschliffen. Mit denen arbeite ich im Motorraum zwischen Vergaser und Kühlerschürze Mittelteil.



Für das Modeln an einem ausgebauten Motor habe ich meine dritte und vierte Hand zur Hilfe genommen, da ich ja der Beleuchter und der Bildermacher war. So kann man am der Seite Zylinder 1 arbeiten, wenn man die Drosselklappe mit dem Gaszug oder mit einem Haken auf Vollgas stellt.



Auf der Seite Zylinder 2 wird der Benzinschlauch demontiert und man kann sehr gut an der Mutter schrauben.



Hier noch mal zur Demonstration die die Arbeitsweise an eingebauten Motor.

Hajo




Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Editiert von Hajo am 25.8.2013 um 15:08 Uhr


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
5.10.2009 - 15:56 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nr.15 Vergaser Kraftstoffniveau - Einstellung

Aus meiner Erfahrung heraus ist das Wichtigste an einem Vergaser die Einstellung des vorgegebenen Kraftstoffniveaus. Die Vorjustierung des Schwimmers wie z.B. bei Ratgeber Zweitaktmotoren beschrieben, stellt leider nur eine Grobeinstellung dar. Es müssen die exakten Ist-Werte der Kraftstoffhöhe gemessen und eingestellt werden.

Ich setze die „Glasmethode“ ein, wie bei Link Ratgeber Zweitaktmotoren beschrieben.Sie macht sich sehr gut. Es können sehr genaue Messwerte abgelesen werden.

Ich benutze ein Glas mit sicheren Stand, auf dem ich den Schmimmerdeckel mit Dichtung auflege.
Die Niveaustände 22mm für Vergaser 28 HB und 26mm für 28 H1-1 habe ich mit Edding aufs Glas geschrieben.

Dann wird der Benzinhahn geöffnet. Es stellt sich das Kraftstoffniveau ein. Benzinhahn schließen.
Der Schwimmer kann nun sehr leicht auf das notwendige Maß mit Einbau anderer Dichtungen am Schwimmernadelventil oder durch Nachbiegen der Schwimmerzunge oder des Scharnierhebels gebracht werden.

Etwas Benzin abgießen und die Prüfung beginnt von vorn, bis alles stimmt.

Wenn das Niveau stimmt lasse ich den Benzinhahn ca. 1 Stunde offen.
Wenn sich der Niveaustand nicht ändert, ist auch das Schwimmernadelventil dicht und i.O.


Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
5.10.2009 - 17:23 Uhr
980 Posts
Supermod

ich stell mir grad vor wie der hajo wohl die fotos macht.... vor allem das vorletzte.... die kamera klemmte bestimmt unterm kinn und abgedrückt hat er mit der zungenspitze...oder woher hat der hajo die dritte hand???....

bei der krafstoffniveaueinstellerei hatte ich gehofft der hajo hätte so ein anschraubbares schauröhrchen zum anbauen an die schwimmerkammer...denn die "glasmethode" ist ne üble sauerei....

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
7.10.2009 - 9:38 Uhr
1566 Posts
Supermod

Der Willy hat wie immer Recht.
Die Glasmethode ist eine gewisse „Plemperei“. Aber der Messvorgang ist sehr einfach und sehr genau und ist vor allen für Laternenparker besonders gut geeignet.
Auf meinen Foto hatte ich zum Modeln etwas weggelassen.
Um Benzinkleckereien zu minimieren, benutze ich bei derartigen Messungen etwas als Hilfsmittel, was Nicht- oder Wenig-Bier-Trinker kaum kennen.
Unter das Meßglas stelle ich eine alte Biertrommel.
Natürlich darf man, was für mich sehr schlimm ist, bei dem Messvorgang nicht rauchen (wegen der Messflüssigkeit - Benzin).

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Trabantfreund  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
7.10.2009 - 9:54 Uhr
108 Posts
Dr. Forum

Hallo Hajo, als normaler Biertrinker ist mir sofort dein Bierkrug aufgefallen.
Der stammt von der Dortmunder Actien Brauerei, aus meiner Heimatstadt.
Großes Lob an dieser stelle für Deine sehr genauen und schön erklärten Berichte über Spezialwerkzeuge. Weiter so...

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
8.10.2009 - 9:27 Uhr
1566 Posts
Supermod

zu. 15. Vergaser Kraftstoffniveau - Einstellung
Der Willy hatte die Hoffnung gehegt, der Hajo hat „so ein anschraubbares schauröhrchen zum anbauen an die schwimmerkammer“! Hattttaaa. Aber !!!!!!!

Den Kraftstoffniveaustand kann man mit einem seitlich am Schwimmergehäuse angebrachte durchsichtigen Röhrchen messen, das ist richtig. Aber am eingebauten Vergaser macht sich das äußerst bescheiden. Das Messröhrchen lässt sich auf Grund der Platzverhältnisse schwer an- und abbauen. Das Ablesen des Messwertes ist ebenfalls kompliziert. Ganz verrückt wird es, wenn man etwas nachstellen muss. Der Ab- und Anbau der Schwimmergehäusedeckel ist mir bis jetzt noch nie ohne gebrochene Finger gelungen.

Ich möchte euch meine Messmethode im Werkstattbetrieb vorstellen.
Als erstes braucht man eine Halterung für den Vergaser, der ja leider nicht alleine gerade steht.
Dann braucht man einen „Ersatztank“. Ich nehme den Behälter einer alten Kaffeemaschine, an dem ich einen Kunststoffschlauch mit Vergaseranschlussnippel befestigt habe.
Damit ich den Kraftstoffzufluss stoppen kann, nehme ich eine Zangenklemme, die die „Götter in Weiß“ gewöhnlich vor dem Zunähen am operierten Körperteil vergessen zu entfernen.
Da ein Kraftstoffgefälle bei der Messung von etwa 60 cm oberhalb des Schwimmerstandes gegeben sein muss, befestige ich den „Tank“ entsprechend an der Wand 60 cm oberhalb der Arbeitsfläche.
Mit einem Parallelreißer markiere ich seitlich am Schwimmergehäuse den Sollwert mit einer Reißnadel und mache es mit einem Markierstift deutlich sichtbarer.



Nun aber zu den Messröhrchen.
Bei Vergasern 28 HB wird der Düsenhalter mit der Hauptkraftstoffdüse heraus geschraubt. Dort wird mein Messadapter montiert. Dieser besteht aus einem alten Düsenhalter, den ich 3 mm durch gebohrt habe. Außen habe ich die Durchgangsbohrung auf 7,8 mm erweitert und einen Winkelstück für Schmiernippel mit Metallkleber eingeklebt.
Auf diesem Winkelstück wird ein altes Schmiernippel, das ich ebenfalls auf 3 mm aufgebohrt habe, aufgeschraubt.
Auf dieses Schmiernippel wird ca. 10 mm Benzinschlauch Innendurchmesser 6 mm und darauf ein ca. 55 mm langes Stück Innendurchmesser 8 mm aufgepresst.
Für Vergaser z.B. 28 HB 2-7 braucht man einen Düsenhalter SW 14 mit größeren Gewinde ( Nr.1).
Für Vergaser z.B. 28 HB 2-9 braucht man einen Düsenhalter SW 13 mit kleineren Gewinde ( Nr.2).
Bei Vergasern 28 H 1-1 muss man die Verschlussschraube der Zusatzdüse und die Zusatzdüse demontieren und das Winkelstück für Schmiernippel passt in das Gewinde der Verschlussschraube. (Nr.3)



Wenn man nun alles zusammenbaut, kann man den Kraftstoffniveaustand am Rohrchen gut ablesen. Man muss aber die Kapillaraszension beachten, die eine konkave Oberfläche (Meniskus) bildet. Also Unterkante des Meniskus ablesen.



Natürlich verwende ich bei der Messung, wegen der Benzinkleckerei auch hier meine Biertrommel.
Wenn man Neuteile überprüfen will, ist diese Methode gut geeignet.
Wenn man aber, wie Hajo, Schrottteile wieder Leben ein hauchen will, ist es lästig immer die Deckelschrauben zu entfernen und die Dichtung wird auch nicht besser.
Ich benutze also zum Einstellen die „Glasmethode“ und die Messröhrchen nur zur Endkontrolle.

Editiert von Hajo am 6.8.2013 um 6:44 Uhr


fritz  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
14.11.2009 - 20:01 Uhr
106 Posts
Dr. Forum

Also ich stecke einen längeren Schlauch auf ,blase hinein und Messe mit der Schieblehre

den Schwimmerstand wenn das Ventil zumacht.


Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.16 Zitat
9.12.2009 - 12:04 Uhr
1566 Posts
Supermod

Heute möchte ich den Spannhebel für Vorderfeder vorstellen.

Mit diesem Hebel wird jeweils eine Seite der montierten und ausgerichteten Vorderfeder für die Montage der Radantriebe angehoben. An der linken Seite lässt sich der Antrieb zwar ohne Anheben der Feder montieren. Aber auf der linken Seite stößt die lange Gelenkwelle an den Hilfsrahmen. Wenn die Feder angehoben ist, kann man mit einen Bolzen,Splint oder Schraubendreher den Antrieb an der Lasche der Federbruchsicherung der Vorderfeder provisorisch arretieren. Man braucht beim Einfügen der Miramidscheiben an den Silentbuchsen und beim Verbinden der Federgabel mit der Vorderfeder durch die Sechskantschrauben M12 x 100 nicht mehr gleichzeitig das ganze Gewicht der Antriebe mit zu händeln.

Jetzt wird der eine oder andere sagen: „Diesen Spannhebel habe ich bei mir nicht gebraucht!!!“
Klar hat er recht. Bei gebrauchten Federn, die sich bereits gesetzt haben (Sprenghöhe kleiner 38 mm) und vor allen bei Tieferlegungsfedern hat man diese Probleme nicht.
Früher ist man aber andere Wege gegangen. Ich hatte zu DDR-Zeiten einen Federschmied in Dresden an der Hand, der regenerierte auf Wunsch Vorderfedern mit einer größeren Sprenghöhe. Damit sollte eine erhöhte Zuladung und eine Verlängerung der Lebensdauer erreicht werden. Die ließen sich nur schwer ohne den Hebel einbauen.

Des weiteren wird der Spannhebel beim Verschrauben aller Silentbuchsen gebraucht. Alle 4 Silentbuchsen am unteren Querlenker, die Silentbuchse an der Federgabel und auch alle Spurstangenköpfe müssen im belasteten Zustand festgezogen werden.
Dadurch befinden sich diese Bauteile beim Ein- und Ausfedern in einer Mittelstellung. Wenn diese Bauteile im unbelasteten Zustand angezogen werden, kann eine Überlastung beim starken Einfedern zu einem schnelleren Verschleiß führen.
Klar belastet man die Silentbuchsen und die Spurstangenköpfe richtig, wenn man das Auto auf die Räder stellt und ein paar mal durchfedert. Aber wenn die Räder angebaut sind, kommt man bedeutend schlechter an die Verschraubungen.

Es ist also wieder einmal ein Spezialwerkzeug, was man nicht unbedingt braucht. Aber die Arbeiten an der Vorderachse, meiner Meinung nach, ganz schön erleichtert.
Fürs das Foto habe ich den Spannhebel mal an meiner in Aufarbeitung befindlichen Vorderachse angesetzt und somit für einen recht ungewöhnlichen Blickwinkel gesorgt.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.17 Zitat
12.1.2010 - 12:09 Uhr
1566 Posts
Supermod

Spezialwerkzeug hintere Blattfeder De- und Montage Vorrichtung
Im WHIMS 1979 und im Reparaturhandbuch 1978 wird die Arbeit an der Hinterfeder mit einem Spannhebel beschrieben. Diesen Hebel habe ich vor Jahren einmal nach gebaut. Mit der Handhabung bin ich aber nicht zufrieden gewesen. Er entsprach nicht meinen Vorstellungen von einem sicheren und sauberen Arbeiten an der Hinterfeder. Deshalb habe ich ihn verschenkt oder eingetauscht??.

Von einem Sportfreund erhielt ich dann eine Skizze für eine Federspannvorrichtung . Später wurde eine ähnliche Skizze im WHIMS 1990 Bild 15.25 veröffentlicht. Der Nachbau war etwas kompliziert, vor allen die benötigten Dreh- und Normteile machten mir Probleme. Aber die Mühe hatte sich gelohnt. Es ist ein sehr feines Arbeiten mit dieser Vorrichtung.



Der Trabi wird an beiden hinteren Schwellern aufgebockt, so das beide Hinterräder in der Luft stehen. Vorderräder natürlich gegen Wegrollen sichern! Der Nachschalldämpfer wird an den beiden Halterungen gelöst und leicht nach unten gelassen. Auf einen passenden Kantholz wird er abgelegt, damit die gesamte Auspuffanlage nicht nicht zu stark auf Biegung belastet wird. Das Stück nach Unten reicht für die Arbeit mit der Spannvorichtung.
Die Federbriden werden demontiert (4 Schrauben SW 19)
Der Herzbolzen Nr.1 wird peinlich genau gereinigt, damit das Gewinde an der Feder und an der Spannspindel Nr.2 nicht beschädigt wird.
Die Vorrichtung Nr.3 wird mit den oberen Schrauben Nr.4 in die Feder eingehangen.
Nun kann die Spannspindel Nr.5 mit dem Drucklager Nr.6 auf den Herzbolzen fest aufgeschraubt werden.
Mit der Spannspindel spanne ich nun die Feder. Da die noch montierten Räder, die Feder und die Vorrichtung durch ihr Gewicht die Dreieckslenker nach unten drücken, brauche ich die Feder nur so weit spannen, bis sich der Herzbolzen aus der Federauflage der Bodengruppe gelöst hat.
Nun kann ich die Hinterfeder mit der gesamten Vorrichtung herausheben.
Außerhalb des Fahrzeuges kann ich dann durch Entspannen, die Feder bequem aus der Vorrichtung herausnehmen.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.



Jetzt höre ich schon den einen oder anderen sagen, „Brauche ich nicht“.
Aber ich habe unzählige Mal die Vorrichtung bei meinen Trabis und an den Trabis von Sportfreunden, Bekannten, Arbeitskollegen, Garagennachbarn usw. eingesetzt. Natürlich kann der Einsatz bei mir auch heute noch angefordert werden. Aber Verborgen? Nein!! „Borgen bringt Sorgen“.

Editiert von Hajo am 22.4.2013 um 8:00 Uhr


Pappnase  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
14.1.2010 - 18:45 Uhr
31 Posts
Fleißiges Kerlchen

naja was heißt brauche ich nicht... meine frag wäre nun nur, wie ich (zwecks sandstrahlarbeiten) die hinterachse demontiert und vorallem montiert bekomme ohne diesem hilfsmittel? geht das wirklich überhaupt, denn ich stelle mir vor das das ohne dieser vorrichtung maßloser sackgang wird...
Mein Trabi ist wie ich:


Er säuft.

Er raucht.

und manchmal bumst es auch...

Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
14.1.2010 - 18:54 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Wenn Du Blattfeder hinten hast, kommst Du um eine Federspannvorrichtung nicht drum herum, wenn Du nicht Gefahr laufen willst, dass Dir die Feder um die Ohren fliegt ;)
Auch bei den Federbeinen bei Schraubenfeder sollte eine entsprechende Vorrichtung zur eigenen Gesundheit eingesetzt werden.
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
15.1.2010 - 7:58 Uhr
980 Posts
Supermod

Zitat von hajo:
Auch bei den Federbeinen bei Schraubenfeder sollte eine entsprechende Vorrichtung zur eigenen Gesundheit eingesetzt werden.


*grinz*...mir ist beim demontieren des "federbeins" vom neuaufbau der federspanner abgerutscht...man glaubt nicht wie viel energie in so einem drucklager steckt wenn es einem -von der wand abprallend- gegen das schienbein brettert....au...hätte aber auch richtig böse ausgehen können...

also die hinterachse kann man bei der schraubenfeder auch ohne spannen komplett demontieren...die spanner braucht man erst wenn man den dämpfer wechseln will...oder das drucklager(was ohnehin immer vergammelt ist)....



Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.18 Zitat
16.1.2010 - 11:20 Uhr
1566 Posts
Supermod

Spezialwerkzeug Schließwinkelmessgerät
Für die heutige Vorstellung dieses ominösen Gerätes, muss ich erst einmal tief in die Kfz-Technik, oder wie es jetzt „neudeutsch“ heißt – Mechatronik - einsteigen.

Die Unterbrecherkontaktschalter (kurz Unterbrecher genannt) steuern die Zündspule an, wann ein Zündfunke erfolgen soll.
Wenn die Unterbrecher geschlossen sind, ist der Primärstromkreis der Zündspule geschlossen und die Zündspule wird aufgeladen. Immer wenn sie durch den Nocken angehoben (geöffnet) werden, wird ein Zündfunke erzeugt.

Bezogen auf die Kolbenstellung spricht man von einem Zündzeitpunkt.
„4 mm vor OT (oberer Totpunkt)“ - kennt eigentlich fast jeder.
Wenn man den Zündzeitpunkt auf die Stellung der Kurbel welle bezieht, spricht man von einem Zündwinkel.
360° ist eine Kurbelwellenumdrehung. Und der Zündwinkel am Trabant ist mit 24° 30' ± 1° 15' KW v. OT vorgegeben.

Die Zeit, die die Unterbrecher geschlossen sind, nennt man Schließzeit.
Bezogen auf die Stellung der Kurbelwelle spricht man von einem Schließwinkel.
Der Schließwinkel ist also ein Maß für die Dauer, die der Unterbrecher geschlossen ist.
Der Schließwinkel ist beim Trabant vorgegeben: Leerlauf 132° + 5° KW , Höchstdrehzahl 127° ± 5° KW
Wenn man den Schließwinkel misst, erfasst man damit auch indirekt den Unterbrecherkontaktabstand.
Man braucht also nicht mit viel Mühe, um mit einer Fühlerlehre den Unterbrecherabstand zu messen und einzustellen.

An einem neuen Unterbrecher kann man den Abstand von 0,4 ± 0,05 mm noch mehr oder weniger genau und „fummelig“ mit einer Fühllehre einstellen
Aber was ist mit gebrauchten Unterbrechern, an denen sich durch Kontaktabbrand schon Berge und Krater auf den Kontaktflächen gebildet haben?

Und nun kommt eigentlich der große Hit! Was interessiert mich eigentlich, wie die Zündung im Stand eingestellt ist? Wie die „letzten Wasserstandsmeldungen“!!!
Ich möchte doch wissen, wie die Zündung, also der Unterbrecherabstand, bei laufenden Motor eingestellt ist
Hier kommt mein Schließwinkelmessgerät zum Einsatz. Natürlich kann ich keine Winkel mit diesem Messgerät messen. Dass Gerät vergleicht die Betriebsspannung mit pulsierenden Spannung, die durch das Öffnen und Schließen der Kontakte erzeugt wird. 100% Anzeige ist Betriebsspannung. Und 36,6% entspricht einem Schließwinkel von 132° und 35,27% Anzeige entspricht einem Schließwinkel von 127°.
Diese Werte des Schließwinkels lese ich bei laufenden Motor ab und stelle sie auch bei laufenden Motor ein.



Links ein Schließwinkelmessgerät, dass mir ein Elektronikbastler Anfang der 80er Jahre gebaut hat. Er hatte keinen Dunst von seinem Trabi und kam dann immer zu mir zum Zündung-Einstellen. Auch andere Fahrzeugbesitzer wunderten sich immer wieder, ob ich einen „neuen Motor“ eingebaut habe, wenn ich den Schließwinkel an ihrem Fahrzeug eingestellt hatte.
In der Mitte ein Hobby-Auto-Schrauber-Gerät aus einem Prüfkoffer.
Und Rechts ein Profigerät, welches ich in einer insolventen Kfz-Werkstatt abstauben konnte.

Um eine Frage vorweg zu nehmen, den Schließwinkel regelt die Elektronik an modernen Kfz-Zündanlagen.
Ich hoffe, der eine oder andere konnte meinen Ausführungen folgen. Diese Thema ist ja auch nicht zum „Bilder Anschauen“ gedacht.

Editiert von Hajo am 8.9.2013 um 10:15 Uhr


Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.19 Zitat
19.1.2010 - 12:27 Uhr
1566 Posts
Supermod

Spezialwerkzeug Spurmaß
Am Fahrgestell des des P 601, sind im Gegensatz zu anderen Kfz, nur wenige Parameter der Fahrwerksgeometrie einstellbar.
Das wichtigste ist die Vorspur. Sie ist werksseitig
für Diagonalreifen (unbelastet) 0° 50' bis 1° 10' = 5 bis 7 mm (belastet) 0° bis 0° 20' = 0 bis 2 mm und
für Radialreifen (unbelastet) 0° 20' bis 0° 40' = 2 bis 4 mm (belastet) -0° 30' bis 0° 10' = -3 bis -1 mm vorgegeben.

Dieses Maß gibt an, ob die Räder beiderseits parallel stehen oder von oben gesehen einen Winkel bilden. Wenn die Räder nach vorne eingeschlagen sind, nennt man dies "Vorspur".
Wenn sie nach vorne auseinandergehen, ist das eine "Nachspur"- Einstellung.
Wenn sie zueinander parallel sind, nennt man dies neutral.
Durch eine Vorspur der Vorderräder untersteuert das Auto. Das heißt das Fahrzeug „schiebt“ über die Vorderräder in einer Kurve nach außen. Durch das "Schieben" über die Vorderräder wird das Fahrzeug abgebremst und wird dadurch wieder spurstabil. Dieses Fahrverhalten ist einfach zu kontrollieren, da z.B. durch Gaswegnehmen das Auto wieder eingefangen werden kann. Mit einer Vorspur hat man einen guten Gerdeauslauf.
Durch eine Nachspur der Vorderräder übersteuert das Auto sehr schnell. da das Heck des Fahrzeuges ausbricht. Dieses Fahrverhalten ist schwer zu kontrollieren und das Auto gerät schnell ins Schleudern.

Da der P601 kein ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) hat, muss die Vorspur exakt eingestellt werden.Wie man es macht, steht sehr gut beschrieben im WHIMS von 1990 ff. .
Im Reparaturhandbuch 1978 ist ein Spurmaß dargestellt. Dieses Teil habe ich nach gebaut.



Nur hat mir nicht gefallen, dass es nur für bestimmte Reifengröße nutzbar ist. Mein Spurmaß ist aus den mir zur Verfügung stehenden Materialien hergestellt und zum besseren Messen habe ich einen Nonius von einem defekten Höhenreißer montiert. Mein Spurmaß hat den Nachteil, da es nicht alleine steht, dass ich zum Messen einen Helfer brauche. Ich kann es aber dafür auch an anderen Fahrzeugen benutzen.
Mein Spurmaß hat mir früher gute Dienste geleistet,wenn ich z.B. Spurstangenköpfe oder andere Lenkungsteile gewechselt habe.

Heute mute ich mir diese Prozedur nicht mehr zu. Ich könnte euch ellenlange Geschichten von festgerosteten Kontermuttern der Spurstange, abgebrochenen 22er Schlüssel, falsch herum gedrehten Kupplungsstücken und endlosen Messprozeduren erzählen.
Für ca. 40 € kann man heute an seinem Fahrzeug eine computergestützte Achsvermessung machen lassen. Der Fachmann erledigt die Einstellung auf Grund seiner Erfahrung und seines Equipments Ruck-Zuck und als Zugabe hat man noch alle Werte der Fahrzeuggeometrie auf einen Blick.

Editiert von Hajo am 3.9.2010 um 6:58 Uhr


Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
19.1.2010 - 16:45 Uhr
980 Posts
Supermod

boaaa... mit nonius....alter schwede...luxus. bei meiner spurmesseinrichtung sind an den enden zwei 10er rohre angeschweißt...da kann man auf der einen seite einen abstandhalter befestigen und auf der anderen seite ne schmiege (gliedermaßstab..für die nichtsachsen) reinschieben.

werd ich bald mal wieder einsetzen...wenn ich die kiste zusammengebaut habe...ginge zwar jetzt leichter, hat aber bei der unbelasteten karosse keinen sinn...

Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.20 Zitat
27.1.2010 - 16:44 Uhr
1566 Posts
Supermod

Spezialwerkzeug Stroboskop
Heute möchte ich mit meinem 200. Beitrag im Forum das 20.Spezialwerkzeug vorstellen und das „Geheimnis“ um mein Avatar lüften.

Aber da wir gerade bei Statistik sind, erlaubt mit noch vorher ein paar Worte.
Ich finde es Klasse, dass das Thema „Spezialwerkzeuge“ schon geraume Zeit mit 56 Antworten auf Platz 2 in der Top-10 Liste bei den beantworteten Threads liegt.
Aber ich habe das Thema doch nicht „Hajo's Spezialwerkzeuge“ genannt. Ich wollte auch etwas dazu lernen und hätte mich über so manches „Aha-Erlebnis“ gefreut. Der Willy hatte schon mal gut angefangen, aber leider dann stark nachgelassen. Wahrscheinlich ringe ich mit meinen Beiträgen den meisten nur ein müdes Gähnen ab. Und die anderen Denken: „Der Hajo hat recht, und ich habe meine Ruhe!“
Zu meinem Glück widerlegt die Statistik, dass das Thema aber keine geistige Onanie von mir ist.
In den 216 Tagen, die seit der Eröffnung des Themas vergangen sind, hatte der Thread 3800 Zugriffe. Also fast 18 Zugriffe täglich!

Was ist ein Stroboskop?
Der Begriff Stroboskop stammt aus dem Griechischen. Strhombos – der Kreisel, strhobos -der Wirbel oder Sichdrehen und skopein – betrachten.
Es ist ein Lichtblitzgerät, das Lichtblitze in in einer bestimmten und sehr regelmäßigen Frequenz erzeugt. Ein angeblitzer, sich bewegender Gegenstand wird durch abgehackte Abfolge der Bilder und durch die Trägheit des Auges als stillstehend wahrgenommen.
Wenn man also einen Motor mit der Frequenz der Umdrehung anblitzt, erscheint das Motorteil stillstehend.
Diesen Effekt macht man sich beim Einstellen der Zündung am laufenden Motor zu nutze.
Beim Trabi ist das verhältnismäßig einfach. Bei jeder Umdrehung zündet der Zweitaktmotor einmal.
Jetzt brauch man nur noch einen Adapter, der die Zündfrequenz als Steuerfrequenz für das Stroboskop umwandelt.



Hier das Zündeinstellgerät ZEG 1 N aus dem Kombinat VEB Elektrogeräte Suhl Das Gerät arbeitet mit 220V und als Blitzlampe dient eine mit Xenon gefüllte Kaltkatodenröhre,
Ein Verteiler (Nr.1) wird zwischen Zündkerze und und abgezogenen Zündkerzenstecker gesteckt. Bei jedem Zündfunken wird ein sehr heller Lichtblitz erzeugt und man kann die Zündmarkierung gut erkennen.
Auf Grund der Arbeit mit der Zündspannung (Hochspannung) ist das Gerät nicht für elektronische Zündungen geeignet. Weitere Nachteile sind das Umstecken nur bei bei Stillstand und der notwendige 220 V Anschlüss.



Hier ein Stroboskop für ca. 20 €, das mit der 12 V Bordspannung arbeitet und eine induktiven Ankopplung an das Zündkabel. Die Abgreifklemme (Nr.2) wird über das Zündkabel geschoben und er erzeugt Lichtblitz zur Einstellung. Diese Zündlichtpistolen ist auch für Transistorzündanlagen geeignet und arbeitet auch bei 6 V. Nur ist der Blitz nicht mehr sehr hell.

Nun mein Glimmlampenstroboskop, dass ich seit Anfang der 80er Jahre im Einsatz habe.



Bei konventionellen Zündanlagen mit Unterbrecher und ohne elektronische Zündung kann man direkt die Spannung an den Unterbrechern abgreifen und damit eine Glimmlampe ansteuern.
Mein Stroboskop ist eigentlich nur eine 110 V Kleinstglimmlampe mit einem Reflektor. Zur besseren Handhabung in ein Taschenlampengehäuse eingebaut. Die Einfachheit und der geringe Bauaufwand ist eigentlich nicht mehr zu unterbieten.
Klar wird die Helligkeit von Blitzlampen nicht erreicht. Aber mit einer Abdunkelung kommt man in der Hobby-Schrauber-Werkstatt ganz gut zurecht. Die erreichten Einstellergebnisse waren immer überzeugend und immer aufs Neue wieder verblüffend.

Editiert von Hajo am 8.9.2013 um 10:22 Uhr


Hajo  21. Spezialwerkzeug für Schwungscheibenmutter Zitat
6.2.2010 - 11:34 Uhr
1566 Posts
Supermod

Spezialwerkzeug: Schwungscheibenmutter De- und Montagewerkzeug
Zum Wechsel der Kurbelwelle, der Schwungscheibe und deren Abdichtung oder des Anlasser-Zahnkranzes an der Schwungscheibe muss die Mutter auf der Kurbelwelle entfernt werden.
Die Mutter hat SW 36, M 28x 1,5 und ist mit einem Anzugsmoment von 14,3 kpm angezogen. Um diese Mutter zu lösen braucht es schon etwas Schmackes!
Ich verwende den gekröpften 36-er Ringschlüssel mit Verlängerung, den wir schon von den Radnabenmuttern her kennen.
Aber wenn nicht gerade die Kurbelwelle oder ein Kolben festgegangen ist, kann man die Schwungscheibe nur schwer zum Lösen der Mutter festhalten. Ich lege den Motor auf den Boden auf die Seite.
Dann kommt mein Spezialwerkzeug zum Einsatz. Es handelt sich um ein Stück von einem alten Anlasserzahnkranz. In eine Zentrierbohrung (nicht Gewindebohrung!!!) am Motorgehüse wird ein 8-er Bolzen eingesteckt und das Speziealwerkzeug auf den Zahnkranz aufgelegt.
Mit Hauruck habe ich bis jetzt jede KW-Mutter aufbekommen.



Das selbe Teil verwende ich auch bei der Montage. Nur wird das Teil auf der anderen Seite des Bolzens aufgelegt und die Mutter wird mit einem Dremomentenschlüssel angezogen.

Wenn an der Kurbelwelle gearbeitet werden soll, benutze ich das Teil auch zum Lösen und zum Anziehen der Mutter an der Keilriemenscheibe.

Editiert von Hajo am 3.9.2010 um 7:02 Uhr


Hajo  22.Spezialwerkzeug Motorständer Zitat
27.2.2010 - 8:35 Uhr
1566 Posts
Supermod

Letztens unterhielt ich mich nett bei einem kühlen Blonden in einer anderen Trabant – Werkstatt.

Auf der Werkbank war dieses Projekt zu sehen. Ich musste gleich meinen Knipser zücken.

Also ich spanne meine Motoren immer in den Schraubstock ein.

Aber mir wurde entgegnet:
„Ich blockiere doch nicht den Schraubstock, wenn ich einen Motor in Arbeit habe.
Außerdem habe ich eine ganze Menge von diesen Ständern.
Die Ständer bleiben bis zum Einbau an jedem Motor, damit ich Motoren auch ordentlich aufräumen kann.“

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
27.2.2010 - 18:49 Uhr
980 Posts
Supermod

hat er hajo zufällig auch ein spezialwerkzeug zum wechsel des kugellagers im lüfterrad?
geht irgendwie nicht ohne große dornpresse.....

Hajo  23. Spezialwerkzeuge Zündungseinstellgerät Zitat
1.3.2010 - 18:29 Uhr
1566 Posts
Supermod

Sorry, Willy,
der Abzieher steht schon eine Weile auf meiner Aufgabenliste. Aber ich warte noch auf eine Zuarbeit.

In der Zwischenzeit möchte ich ein Spezialwerkzeug vorstellen, welches ich in der selben Werkstatt wie letztens gesehen habe.

Es handelt sich um ein Zündungseinstellgerät.
Mit diesem Aufbau lässt sich die Zündung an einem Motor auf der Werkbank einstellen. Eine Batterie wird angeschlossen und schon kann es losgehen.
Der Besitzer benutzt meistens 2 Messuhren um die Kurbelwelle und die Markierungen auf der Keilriemenscheibe zu kontrollieren.
Man kann also die ESE-2H (Drehwinkelerfassung / Geberplatine der EBZA – Elektronische Batterie Zünd - Anlage vom VEB Hermsdorf) für eine EBZA einstellen.
Aber auch die Einstellung für eine MBZA-2HR-M / D / V / mit R -Chip / R oder Kennlinienzündung von LDM-Touning oder STEINI-KTZ 2008 ist kein Problem auf der Werkbank.

Wenn die Geberplatine auf der Werkbank in der schon warmen und sauberen Werkstatt eingestellt ist, braucht der Motor nur noch eingebaut und angeschlossen werden und schon kann er gestartet werden.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  24.Spezialwerzeug Federspanner Spiralfeder Zitat
12.3.2010 - 14:57 Uhr
1566 Posts
Supermod

An mich wurde die Frage herangetragen: „ Ich bekomme auf Grund meiner STUKO die Schrauben für die hinteren Dreieckslenker so schlecht dran!!“ Meine Gegenfrage : „ Hast du die Federn richtig gespannt?“ „????“

Zu DDR – Zeiten habe ich keine Probs mit Trabis mit Spiralfedern gehabt. Aber dann kam der Tag. Ich brauchte also einen Federspanner. Bei einem Auto Discounter kaufte ich mir einen GBC-Nr.183a für ca. 20 €.

Mit diesem Universal-Federspanner, der bis 15000N (1500kg) zugelassen ist, spanne ich die Spiralfeder für eine Demontage des Stoßdämpfers und für Arbeiten an den Dreieckslenkern. Ordentlich gespannt ist die Arbeit ein Kinderspiel, weil durch das Spannen eine Freigängigkeit aller Verbindungen gewährleistet ist. Außerdem ist es ein Beitrag zur Arbeitssicherheit in der Schrauberwerkstatt. Den hinter den Federn steckt auch beim Trabi eine ganz schöne Kraft und ich möchte nicht, dass mir die Teile um die Ohren fliegen.

Ich bitte um Entschuldigung, habe gerade keine Trabifeder zur Hand. Aber zur Demo reicht auch diese.
Man kann gut erkennen, dass die KBA Nummer mit duchsichtigen Klebeband abgeklebt ist, damit bei der nächsten HU die Suche vereinfacht wird.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  zu. Nr. 22 Motorständer Zitat
16.3.2010 - 11:45 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nachdem ich meine Werkbank wieder leer hatte, musste ich mich gleich an das mir fehlende Spezialwerkzeug Motorständer machen.

Bei der Materialsuche fiel mir eine alte Wandhalterung von einem Wasserzähler in die Hände. Was sollte ich noch weiter suchen. Ein passendes 8er Loch gebohrt und 2 Röhrle aus dem Schrott angeschweißt. Nach dem die Farbe trocken war, musste ich gleich einen Motor drauf setzen.

Ich war fasziniert von dem Ergebnis. Der Motor steht fest auf der Werkbank. Kann sehr leicht auf dem Arbeitsplatz in die passende Position gedreht werden. Und wenn ich den Motor nach der Aufarbeitung aufräume, wird er sicher und fest am Lagerort stehen.

Zur Info: Das Motorgehäuse hat die Motornummer 51 098... Es handelt sich also um eine Gehäuse, das Ende 1961 gebaut wurde. Der Motor hat aber mal 26 PS Zylinder erhalten. Auf der Kurbelwelle ist noch die 19 mm breite Riemenscheibe für einen breiten Keilriemen.

PS Der Motor passte nicht mehr zu der Fuhre, die wir zu Willy zur Reinigung und zur Aufarbeitung bringen.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  25. Spezialwerkzeug Motorständer 2 Zitat
18.3.2010 - 20:02 Uhr
1566 Posts
Supermod

Für alle die, die Web-Seite trabitechnik.com mögen, nicht „komische Löbitz-Seite“ sagen und die „Navigation nicht zum weglaufen“ finden, (also hier gelandet sind), möchte ich einen anderen Motorständer vorstellen.



Ich höre schon, „was sollen die drei zusammergeschraubten Bretteln?“ und „wie die aussehen!!“
Ich bitte um Entschuldigung, der Hajo hat mit Holzverarbeitung nicht viel am Hut und der Ständer muss aber eine Auflage aus Hartholz haben. Außerdem muss, wegen dem Aufräumen, genommen werden, was daliegt!
Wenn ich nun ein Motoren- Oberteil darauf lege, ergibt sich die Anwendung.



Das Oberteil hat einen festen Stand auf der Werkbank. Ich kann alle kritischen Stellen, wie Lagersitze, Drehschieberflächen und Dichtflachen gut begutachten und vermessen.
Wenn das alles i.O. ist, lege ich die vormontierte Kurbelwelle in des Oberteil ein. Die Pleul hängen unten aus den Oberteil heraus und ich kann den Lauf der Kurbelwelle im Gehäuse begutachten.
Dann kann ich die Drehschieber einbauen.
Wenn es notwendig ist, wird das Axialspiel der Kurbelwelle eingestellt.
Auf die Dichtflächen kommt das Dichtmittel. Ich verwende ein Dichtmittel, das serienmäßig in der Nähe von Zwickau (in Mosel) eingesetzt wird.
Kurbelgehäuseunterteil aufsetzen und alle Schrauben mit meinen geliebten Drehmoschlüssel entsprechend Anzugsplan anziehen.

Das alles kann ich durch diesen Ständer mit sicheren Stand auf der Werkbank durchführen.
Und wenn ich mal keine Lust habe weiter zu arbeiten oder abberufen werde, kann ich den Ständer auch zum Aufräumen des angefangenen Projektes nehmen.

Editiert von Hajo am 17.11.2013 um 7:30 Uhr


Willy  26. Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.3.2010 - 18:34 Uhr
980 Posts
Supermod

sooo...jetzt die frage an den experten....was ist denn das für ein abzieher/ausdrücker....?? den hab ich heute im archiv gefunden....hat mir mal irgendwer irgendwann untergejubelt...



2takter85  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.3.2010 - 19:57 Uhr
5 Posts
Neues Mitglied

hallo erstmal. ich bin der dustin, fahr trabi und bin neu hier.
ich muss euch sagen, bei euch gibts viele interessante und hilfreiche sachen.
weiter so.
zurück zu willys werkzeug. ich meine, es handelt sich um ein schwungrad abzieher von simson mopeds.

Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.3.2010 - 7:25 Uhr
980 Posts
Supermod

herzlich willkommen, dustin.....

danke für den tip...kein wunder das ich das ding nicht zuordnen konnte....hab noch nie ne simme besessen/gefahren...

Hajo  Moped Abzieher Zitat
24.3.2010 - 8:31 Uhr
1566 Posts
Supermod

Hallo Dustin,
schön dich bei uns zu begrüßen. Wir freuen uns schon auf viele Beiträge von dir im Forum.

Wenn der Abzieher ein Außengewinde M 27 x 1,25 besitzt, hat Dustin recht.

Die Schwungscheibe (Polrad) an Simson-Motoren wie M53 KHL,M53 KF oder auch Sömtron Motoren Sö 4-1 P oder K kann damit von der Kurbelwelle abgezogen werden (links).

Wenn der Abzieher noch ein Innengewinde M 22 x 1,5 hat kann man das Kettenrad für die Primärkette (schmale Einfachhülsenkette 6,9mm) an der MZ ES 125/150 von der Kurbelwelle abziehen (Mitte).

Mit dem Zusatzteil kann man die Kettenräder an den Sömtron Motoren abziehen (rechts).

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



2takter85  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
25.3.2010 - 8:02 Uhr
5 Posts
Neues Mitglied

Danke für den herzlichen Empfang.
Auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
vG Dustin

Hajo  27. Spezialwerkzeug Motortransportständer Zitat
27.3.2010 - 7:19 Uhr
1566 Posts
Supermod

Ich hatte ja schon meine Faszination über den Motorständer zum Ausdruck gebracht. Deshalb habe ich eine Kleinserie aufgelegt.
In dessen Folge konnte ich nicht nur einige Motoren ordentlich aufräumen, sondern auch der nette Nebeneffekt trat ein, dass ich mich von den einen oder anderen Stück Metall trennen konnte, die mir für den Schrott eigentlich zu schade waren.

Bei dieser Aktion wurde ich beobachtet. Der sagte zu mir: “Ich habe da etwas für dich!!“.

Und plötzlich stand auf meiner Werkbank der Motortransportständer.
In diesen Ständern wurden die Motoren an die IFA- Vertragswerkstätten ausgeliefert.
Man kann noch fragmentarisch die Aufschrift des Werkes erkennen.
Diese „Transportverpackungen“ wurde nicht wie in anderen „Wegwerfgesellschaften“ im Wertstoffcontainer entsorgt, sonder sie wurden wieder ans Werk zurückgeführt, wo der nächste Motor auf seine Auslieferung wartete.

Jetzt weiß ich auch warum man damals riesige Kopfstände machen und all seine Beziehungen spielen lassen musste, wen man einen neuen oder regenerierten Motor kaufen wollte. Die Anzahl der Transportständer war stark limitiert!!!!

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
30.3.2010 - 15:29 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Hier nun mein Motorständer


Trabiteamer hat folgendes Bild angehängt:

greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Hajo  28. Spezialwerkzeug Abzieher Riemenscheibe Lüfterrad Zitat
11.4.2010 - 7:05 Uhr
1566 Posts
Supermod

So nun geht der Wunsch von Willy in Erfüllung.
Ich stelle euch den Abzieher für die Riemenscheibe am Lüfterrad vor.
Die konstruktive Lösung der Sachsenringer betreffs der Befestigung der Keilriemenscheibe finde ich nicht gerade wartungsfreundlich.
Um die Lager zu wechseln oder die Fettpackung zu erneuern muss die Riemenscheibe runter. Aber die ist sehr labil und wenn man nicht den richtigen Abzieher hat ist sie schnell verbogen und somit Schrott.
Ich hatte mir damals aus den mir zur Verfügung stehenden Materialien einen Abzieher gebaut. Der hat auch gut funktioniert. Die Bilder erklären sich eigentlich selbstständig.



Mit Erschrecken musste ich aber feststellen, das mein Abzieher nur für die alte Ausführung der Lüfterräder passt. Das Übersetzungsverhältnis zwischen Kurbelwelle und Antrieb des Axiallüfters wurde 1968 von 1,8 auf 2,0 geändert. Die Riemenscheiben wurden kleiner und mein Abzieher passt nicht mehr richtig.
Da ich bis heute keinen Abzieher gebraucht habe, habe ich mir auch keinen neuen gebaut.
Aber in diesem Thema lege ich auf Vollständigkeit Wert.
Unterstützung bekam ich von einem Mitglied des Trabantclub Schweiz!
„phi“ werden bestimmt einige aus den PappenForum.de kennen.
Er schickte mir diese Bilder von seinem Abzieher. Danke!



Hajo hat folgendes Bild angehängt:




Editiert von Hajo am 12.4.2010 um 6:11 Uhr


Hajo  Zu 14. Vergaser - De- und Montagewerkzeuge Zitat
29.4.2010 - 5:10 Uhr
1566 Posts
Supermod

Aus gegebenen Anlass mochte ich folgendes Statement zum Thema Spezialwerkzeuge abgeben:

„Die von mir aufgezeigten „Spezialwerkzeuge“ habe ich nach Vorlagen aus verschiedenen Quellen repliziert bzw. modifiziert. Da ich sie vorrätig habe, benutze ich sie auch gern mit einem gewissen Erfolgserlebnis.
Die eine oder andere Arbeit lässt sich bestimmt mit anderen Werkzeugen auch ausführen. Aber ich mache es eben so.
Meine Beiträge sollen eine Anregung sein, damit andere Trabifahrer bei Bedarf eine Vorlage für einen Nachbau haben.“

Ich möchte noch einen ausführlicheren Nachtrag zur Vergaser – De- Und Montage nach reichen.

Arbeiten am Vergaser werden an der abgekühlten Auspuffanlage durchgeführt. Die Verbrennungsgefahr ist sonst sehr hoch.

Die Platzverhältnisse um den Vergaser sind sehr eng. Man kann sich die Finger brechen.
Ich klappe bei derartigen Arbeiten generell die Lichtmaschine nach unten.
-Schraube M 8 ( 1 ) wird gelockert,
-Schraube M 10 ( 2 ) wird an Spannstrebe entfernt,
-Schraube M 10 ( 3 ) wird gelockert,
-Keilriemen von Riemenscheibe ( 5 ) an der Lima abheben
-Lichtmaschine ( 5 ) nach unten klappen
Nun hat man schon mehr Platz.

Die Auspuffanlage baue ich nicht ab, wenn noch alles in Ordnung ist. (Neue Dichtungen, neu ausrichten, )

In meinem Werkzeug befinden sich auch gekürzte (abgebrochene?!? ) Maulschlüssel. Auch das Anschleifen von Schlüsseln bringt Vorteile.
Mit denen kann man schon besser am Vergaser arbeiten.
Ich habe sogar einige in meiner Werkzeugkiste für unterwegs.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  29. Ein- und Ausdrückvorrichtung für Kerbstift am Lenkrad Zitat
10.5.2010 - 9:44 Uhr
1566 Posts
Supermod

Im PappenForum.de habe ich dieses mir unbekannte Spezialwerkzeug gefunden, das unbedingt hier rein gehört.

Mit freundlicher Genehmigung von Tim (TV P50) darf ich diese Vorrichtung und seine Kommentare hier einstellen.

„....Früher hab ich auch gekloppt.
Aber wenn man allein ist, so ist der Platz doch bescheiden und man rutscht eben doch mal ab.
Zu zweit mag es was anderes sein.
Ich jedenfalls kloppe nicht mehr.
Das Werkzeug hat sich schon zichfach bewährt. ...."

„...Maße hab ich jetzt keine, da das Tool auch in der garage liegt, aber die sind frei.
In der Mitte ist ein M10, was aber besser mit einem Feingewinde wäre.
Und auch die Spitze könnte in der Perfektion gehärtet sein, aber ich nehem einfach immer ne neue Schraube, wenn die mal breit gedrückt ist. ...“



Muss ich mir unbedingt demnächst nachbauen.


Trabiteamer  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
10.5.2010 - 13:05 Uhr
1226 Posts
Foren-Chefe

Sehr schön, wollte ich Dir auch grad vorschlagen
greetinx

Trabiteamer

Moderator Trabitechnik-Forumboard



Hajo  zu Nr. 29 Lenkradstift Zitat
15.5.2010 - 7:44 Uhr
1566 Posts
Supermod

Da ich mir die Ein- und Ausdrückvorrichtung Nr.29 nachbauen will, habe ich mir meine „Lenkrads“ mit der Schublehre angesehen.
Da ist mir aufgefallen, das ich folgende Maße unbedingt einhalten muss.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  30. Ein- und Ausdrückvorrichtung Silentbuchse Vorderfeder Zitat
26.5.2010 - 7:13 Uhr
1566 Posts
Supermod

Viele haben schon einmal vom HU-Mangel „oberes Schwenklager ausgeschlagen“ gehört und kennen solche Silentbuchsen (links und Mitte) an der Vorderfeder.
Der eine oder andere wird als „Überraschung“ nach der Demontage des Radantriebes solche Silentbuchsen an seinem Trabi vorfinden.



Diese Buchse bestimmt im wesentlichen Maße die Fahrstabilität der Vorderachse.
Die Buchse besteht aus 2 Rohren die durch eine Gummiverbundmischung miteinander verbunden sind. Die Silentbuchsen sind die am härtesten beanspruchten Teile und altern mit der Zeit und werden spröde, rissig oder weich.
Noch gibt es sie für kleines Geld (ca. 5 €) zu kaufen.
Aber da sie in der Feder eingepresst sind, steht die Frage, wie wechsle ich die Buchse. Als Notbehelf und bei einer Unterwegsreparatur kann man sie mit einem passenden Rohr oder einer 19er Nuss aus der Feder herausdreschen. Aber mit einer passenden Vorrichtung ist es ein feines Arbeiten und der Wechsel mach fast Spaß.
Hier die Ein- und Ausdrückvorrichtung, die mir Goldkrone von www.murmelregister.de gezeigt hat.



Sie besteht aus einer langen Feingewindeschraube mit Mutter ( 1 ), 2 Druckscheiben ( 2 ), einer Buchse, die im Innendurchmesser etwas größer als die Silentbuchse mit Durchmesser 27 mm ist ( 3 ) und einer Buchse, deren Außendurchmesser etwas kleiner als die Silentbuchse ist ( 4 ). Die Buchsen 3 und 4 sind etwas länger als die Silentbuchse und der Innendurchmesser der Buchse 4 muss größer als Außendurchmesser des Innenrohrs der Silentbuchse sein. Wer einen heißen Draht zu einem Dreher hat kann also die Vorrichtung leicht nachbauen.
So drückt man die alte Silentbuchse aus der Feder, durch Aufsetzen der Buchsen und Anziehen der Spannschraube, heraus.



Man kann auch diese Vorrichtung an der eingebauten Feder anwenden. Es braucht eigentlich nur der Sicherungssplint 8x80 und die Sechskantschraube CM 14 x 1,5 x 80 TGL 0-961 oben an der Federgabel zu entfernt und der kompletten Radantrieb gesichert abgeklappt werden. Aber am Radantrieb sind bestimmt noch andere „Wehwehchen“ und der Radantrieb muss komplett demontiert werden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  Zu 30. Ein- und Ausdrückvorrichtung Silentbuchse Vorderfeder Zitat
2.6.2010 - 8:18 Uhr
1566 Posts
Supermod

Die vorher vorgestellte Ausdrückvorrichtung ist schon nicht schlecht. Aber !!!!!
Die Silentbuchsen an der Feder liegen im Spritzbereich.
Oftmals sind sie an der Feder festgerostet. Sie sitzen dann sehr fest.
Ich kann euch Geschichten von abgerissenen Spindeln, ausgerissenen Gewinde aus der Mutter oder an der Spindel und deformierten Druckbuchsen erzählen.

Deshalb ist es von Vorteil die Druckspindel so groß wie möglich zu dimensionieren.
Hier bist mein Eigenbau-Universal-Ausdrückvorrichtung mit entsprechenden Druckstück und Gegenhalter zum Ausdrücken der Silentbuchse an der Vorderfeder.
Mit einem anderen Druckstück kann ich auch die Buchse eindrücken.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  31.Ein- und Ausdrückvorrichtung innere Silentbuchsen der Querlenker Zitat
12.6.2010 - 8:34 Uhr
1566 Posts
Supermod

Was ich zu den Silentbuchsen an der Vorderfeder gesagt habe,
trifft auch auf die Buchsen an den Querlenkern (bei den Sachsenringern auch Lenkerarm genannt) zu.
Sie sind das erste, auf was ein Prüfer bei der HU schaut.
Und das nicht ohne Grund!!!
Sie sind Verschleißteile die die Fahrstabilität des Trabis sehr wesentlich beeinflussen und gern kaputt gehen.
Ich kann jeden nur raten, öfters mal dorthin zuschauen,
ob der Gummi herausgequollen,
überhaupt noch Gummi in der Silentbuchse ist oder
ob sich die Vulkanisierung von den Rohren der Buchse gelöst hat.

Aber was tun, wenn ein Fehler eindeckt wurde?
Komplette Querlenker gibt es für gutes Geld zu kaufen.
Dagegen sind die einzelnen Buchsen, die zwar auch schönes Geld kosten, ein Schnäppchen.

Aber wie Wechseln?
Ich rate dringend von irgendwelchen Basteleien in Schrauberecken ab. Die neuen Buchsen sind schnell zerstört und die Querlenker sind ganz schnell verbogen oder zerbrochen!!!!

Die Ein- und Ausdrückvorrichtungen, die ich bei „Ein- und Ausdrückvorrichtung Silentbuchse Vorderfeder“ vorgestellt habe, braucht man dazu. Es werden aber kleinere Druckstücke und Gegenhalter benötigt.
Hier die Vorrichtung von Goldkrone im Einsatz in meiner Werkstatt an der innere Silentbuchsen an einem verschlissenen Querlenker.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  32. Ein- und Ausdrückvorrichtung äußere Silentbuchsen der Querlenker Zitat
28.6.2010 - 15:26 Uhr
1566 Posts
Supermod

Die von mir vorgestellten Ein- und Ausdrückvorrichtungen passen auf Grund der Länge nicht an den äußeren Silentbuchsen der Querlenker.

Dafür brauch man eine kürzere Zugspindel und kürzere Druckstücke und Gegenhalter.

Ich suche mir, wenn ich letztens nicht richtig aufgeräumt habe, entsprechend passende Teile aus meinem Fundus heraus.

Auf dem Bild ist zu sehen, wie ich eine neue Silentbuchse einziehe.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



Hajo  33. Spezialwerkzeug für festsitzende Verbindungen Zitat
18.7.2010 - 17:18 Uhr
1566 Posts
Supermod

Egal ob Schraubverbindungen, Passungen oder Ähnliches. Manchmal sitzen die fest.
Ein Schlüssel, eine Schraube oder eine Verbindung ist schnell schnell zerstört.

Ich kenne da ein Wundermittel.
Wärme!!!!
Man glaubt es kaum, was das beim Lösen von festsitzenden Verbindungen ausmacht.
Natürlich mache ich das Material nicht rot-glühend. Ich will die Verbindung ja nur erwärmen und nicht ausglühen.

Aber wie misst man eigentlich die passende Temperatur für einer Erwärmung?
Ganz einfach!
Etwas Wasser oder Spucke auf das Teil.
Wenn es anfängt zu perlen sind ca. 80 °C.
Wenn es verdampft, sind es über 100 °C. Aber das ist dann kein Erwärmen mehr.

Auf dem Bild erwärme ich einen vorderen Querlenker, um die Silentbuchse auszudrücken, mit einem Propangasbrenner.

Damit regeneriere ich auch Kupferdichtungen.
Durch hellrot-glühend Erwärmen rekristallisiert das Kupfer, das Gefüge wird gröber, und verhärtete Kupferdichtungen werden wieder weich und verwendbar.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:





Hajo  zu Spezialwerkzeuge Nr.1 Radnabenabzieher Zitat
27.7.2010 - 8:05 Uhr
1566 Posts
Supermod

Dieser abzieher habe ich selbst gemacht.



Grusse
Gerrit

Tolle Konstruktion, Gerrit!!!
Ist sehr aufwendig. Beim Abziehen Bremstrommel auf der Nabe lassen und möglichst mit den Gewindestücken befestigen. Da die Gefahr, bei festsitzenden Verbindungen, ein Verbiegen der Nabe möglich ist.
Aber das Erfolgserlebnis eines Eigenbaus ist gegeben.

Hat noch jemand anders so schöne Eigenbauten??

Bilder auf Server trabitechnik.com eingefügt.

Editiert von Hajo am 12.9.2010 um 21:15 Uhr


loewe opta  Hebevorichtung Trabant Wartburg. Zitat
9.9.2010 - 23:44 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Moinsen.
Ich habe eine Hebevorichtung für Trabant und Wartburg mir zugelegt.
Es ist die mit den grossen Böcken und Querträger und wird per Kurbel verstellt,der Querträger wird am Rahmen befestigt an diesen sind 2 Aufnahmen da sind auch 2 Laschen drann denk als Schutz das sie nicht wegrutschen kann.
Die anderen 2 sind für den Wartburg,auch genannt Arnold bühne soweit ich weiss solls sie nur für kleine Werkstätten gegebnen haben.
Fotos stell ich noch rein da zur Zeit mein Trabi darauf steht denk am Wochenende da beschreib ich sie auch mal genauer.

Sie ist sehr schwer,und brauch n bischen Platz aber besser als die mit den Seil innen die hab ich auch.
Gruss vom Paul.
Vorabbild.




Bilder neu eingestellt von Hajo

Editiert von Hajo am 22.5.2012 um 8:36 Uhr
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
10.9.2010 - 9:03 Uhr
1566 Posts
Supermod

@ loewe opta
Ersteinmal herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich freue mich auf viele neue Beiträge und Fragen von dir.

Das nenne ich doch mal einen tollen Einstieg.
Das ist genau das, was ich und bestimmt auch andere an dieser Stelle lesen wollen.
Ich kenne die Arnold-Bühne zwar vom sehen.
Aber eine Vorstellung mit Bildern, einem Erfahrungsbericht und Zusatzinfos, würde genau hier noch fehlen.
Ich bin schon voller Erwartungen und ganz fieberhaft gespannt auf deinen neuen Beitrag.

Dass das Thema Spezialwerkzeuge nicht uninteressant ist, bezeugt allein die Tatsache, das z.Z. bereits fast 14000 Klicks in der Statistik zu Buche stehen.

Wenn du Probs beim Hochladen der Bilder oder Mehrere einstellen möchtest, schicke bitte die Bilder per Mail an mich oder an den Admin. Die Bilder werden dann gleich hier auf der Webseite "festgenagelt". Da brauchst du und alle anderen nicht den Umweg über einen anderen Server zu gehen.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
11.9.2010 - 22:16 Uhr
320 Posts
Lord Forum

So nun gibts die versprochenen Fotos.
N paar Worte dazu.
2 grosse Böcke mit ner Spindel drann dort kann man per Kurbel den Wagen anheben.
Hierzusehen den Querträger mit den aufnahmen Trabant und Wartburg,die inneren sind für den Wartburg.

Ich hoff das es aus den Fotos zu verstehen ist wie sie funktioniert die Hebevorichtung.
Habe mal drann gewackelt das sitzt bombenfest vorne ,nur hinten muss noch was drunter das ist nix so mit einen unterstellbock.
Beim Schrotti bei mir in der Nähe der hat noch 2 grosse und stabilere,auch n 3 bein mit n Rohr drann verstellbar nur dicker im Material.

Gruss Paul.


Editiert von loewe opta am 19.5.2012 um 14:32 Uhr
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Willy  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
12.9.2010 - 9:35 Uhr
980 Posts
Supermod

na das ist ja mal ein geiles ding....damit hätte der hajo ja leichtes spiel die vormontierte vorderachse samt motor in eine karosse zu implantieren...
der nachteil dürfte sein, das man das teil nicht in einer standard-garage einsetzen kann...sieht sehr breit aus...

Hajo  Zu 34. Spezialwerkzeug Hebevorrichtung Trabant Wartburg – Arnoldbühne Zitat
12.9.2010 - 20:35 Uhr
1566 Posts
Supermod

@ loewe opta
Dankeschön für deine Beitrag.
Die Hebevorrichtung ist schon nicht schlecht.
Sehr gut ist der sehr feste Stand.
Das recht einfache Handling ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Ich würde sagen, sie ist schon fast professionell.

Aber negativ sind folgende Aspekte.
Wenn man eine so große Halle mit viel Platz, wie du hast, ist sie schon gut geeignet.
Wobei der Begriff „viel Platz“ auch relativ ist, wenn ich die Bilder betrachte.
Für den augenblicklichen Aufarbeitungsstand des Trabis passt sie hervorragend.
Was wird aber, wenn das kompletten Antriebsaggregat montiert ist. Dann wirst du bestimmt dort unterbauen müssen.
Kann man die Vorrichtung eigentlich alleine bedienen?
Auf alle Fälle betrachte ich als sehr wichtig, dass der Unterboden nach jeder Anwendung nachbehandelt werden muss.

@ Willy
Ich habe nicht umsonst loewe opta mit meinen netten Worten gelockt und es hat sich bestimmt gelohnt.
Für eine Hochzeit des Antriebsaggregat mit der Karosse nehme ich ….
Das wird, wenn die Zeit so weit ist, ein neuer Beitrag bei den Spezialwerkzeugen sein.


Hajo  35. Spezialwerkzeug Schwungradabzieher Zitat
12.9.2010 - 20:42 Uhr
1566 Posts
Supermod

Der Abzieher für das Schwungrad ist mir noch nicht untergekommen und er hat sich noch nicht von selbst bei mir eingefunden.

Deshalb benutze ich immer wieder ein Provisorium zur Demontage der Schwungscheibe.

In der Schwungscheibe befinden sich 2 Bohrungen mit Gewinde M 14 x1,5.
Sind diese Gewindelöcher mit Abdichtblechscheiben verschlossen, entferne ich sie mit einen großen Durchschlag.
Durch Nachrichten können sie dann wieder verwendet werden.

Dann setze ich 2 Schrauben M14 x 1,5 in die Bohrungen der Schwungscheibe ein.
Erst ziehe ich die Schrauben handfest an.
Dann ziehe ich mit einen Schlüssel wechselseitig in sehr kleinen Schritten sehr sorgfältig und gleichmäßig an.
Durch zu starkes Anziehen kann sich die Schwungscheibe auf dem Konus verkanten und der Druck auf den darunter befindlichen Deckel der Kurbelwellenabdichtung kann zu stark werden.
Mit einem Knack löst sich dann die Schwungscheibe von der Kurbelwelle.



Auf meinen Foto ist ein Motor vom einem P 50 zu sehen und ich habe die Mutter der Schwungscheibe noch nicht entfernt.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
12.9.2010 - 21:17 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Schön wenns gefällt,jo Platz hab ich da genug fast(ein Auto muss da noch raus mein Dodgevan ist zu teuer ihn wieder anzumelden und für ihn hätt ich gerne n Wartburg 311 noch mal bei Äbbähh reinsetzen.),mach eh alles alleine !!!!!Hilfe Pustekuchen,aber wenn er fertig ist jo schönes Auto kann ich mal mitfahren???? nix da.
Anbei ne Frage wo kann ich ne Gewindestange für die Spannvorichtung der Hinterfeder bekommen und welches Gewinde ist es brauch ich noch so was soll ja nicht so gut sein ohne sie auszubauen.
Ich habe noch die Zündeinstelluhr alles dabei für den 6 Volt Trabi hat ja noch Kontakte billig bekommen stell ich morgen mal rein weiss nicht obs hier schon erklärt wurde wenn ja nehm ichs wieder raus.

mfg Paul.
Foto von meinen ersten,mein blau/weisser Blitz.Fahrfertig leider defekte Blattfeder.




Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Willy  Re: 35. Spezialwerkzeug Schwungradabzieher Zitat
13.9.2010 - 8:16 Uhr
980 Posts
Supermod

Zitat von Hajo:
Dann setze ich 2 Schrauben M14 x 1,5 in die Bohrungen der Schwungscheibe ein.
Erst ziehe ich die Schrauben handfest an.
Dann ziehe ich mit einen Schlüssel wechselseitig in sehr kleinen Schritten sehr sorgfältig und gleichmäßig an.
Durch zu starkes Anziehen kann sich die Schwungscheibe auf dem Konus verkanten und der Druck auf den darunter befindlichen Deckel der Kurbelwellenabdichtung kann zu stark werden.
Mit einem Knack löst sich dann die Schwungscheibe von der Kurbelwelle.


oder man stellt den motor auf die erde, nimmt ihn zwischen die beine und führt mit einem dicken vorschlaghammer oder fäustel einen kräftigen schlag auf die schwungscheibe aus... der schlagpunkt muß dabei "gegen den keil" erfolgen. der hammer muß dabei metallisch (also keinen holzklotz drunterlegen) an der stelle einschlagen die gegenüber dem mitnehmer oder halbmond sitzt. dabei sollte man aber auch nicht auf den zahnkranz oder die kupplungsbefestigung kloppen.... funktioniert immer.......!


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
27.9.2010 - 13:22 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Zitat:
Mit einem !!anderen!! Druckstück kann ich auch die Buchse eindrücken.

Hallo Hajo könntest du mal das andere Druckstück reinstellen von der Ausdrückvorichtung sieht ja gut aus das Teil stabiler.
Schön auch mit Massen zum nachbau wär nett.
Eignet sich auch gut zum wechseln der Buchsen am Querlenker denk ich.
Gruss Paul.




Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
28.9.2010 - 8:20 Uhr
1566 Posts
Supermod

Das tut mir aber herzlich leid.
Die Werkstattskizzen mit Maßen auf leeren Zigarettenschachteln sind bestimmt schon kompostiert.
Und alles nachmessen, habe ich ehrlich gesagt, keine Lust.

Aber lass den Kopf nicht hängen.
Im WHIMS sind viele Spezialwerkzeuge dargestellt und teilweise mit kompletten Maßangaben .


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
1.10.2010 - 22:36 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Moinsen--
Eben gefunden und nu isset mein gut gell erspar ich mir das bauen
Gruss Paul.
Sind ja noch einige Werkzeuge die einen das Leben erleichtern am Trabant,wie ZEG ,und vieles andere.

Quelle vom Bild ist von ebay


Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
18.10.2010 - 13:28 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Moinsen.
Spanner ist da Fotos mach ich nacher mal.
mfg Paul.

Gespannte Feder.






Editiert von loewe opta am 23.9.2012 um 14:47 Uhr
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  zu Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.20 Zitat
23.11.2010 - 8:12 Uhr
1566 Posts
Supermod

Harry N hat ein tolles Gerät geschossen.
Und da ich auf so etwas stehe, hat er mir ein paar Bilder zugeschickt.



Es handelt sich um ein Stroboskop aus DDR-Produktion.
Wurde bestimmt nur für Werkstätten angefertigt.
Denn ich habe so ein Teil noch nicht gesehen.
Oder war es BückDichWare oder gingen die Teile alle in den Export?

Was mich besonders fasziniert, das Stroboskop kann man auch zur Schließwinkelmessung einsetzen.



Unklar ist mir noch die Ankopplung an die Zündanlage.
Das ist das Kriterium, ob es auch für elektronische Zündungen geeignet ist.
Das werde ich mal in der Bedienungsanleitung nachlesen müssen.
Die wird bestimmt demnächst bei trabitechnic.com zum Download bereit stehen.


Hajo  zu Trabant - Spezialwerkzeuge Nr.20 Zitat
15.12.2010 - 21:44 Uhr
1566 Posts
Supermod

Die Bedienungsanleitung für das Kfz-Stroboskop Typ 150 findet ihr hier
Jetzt steht fest, das Gerät kann bei bei Betriebsspannungen von 6 V und 12 V, als auch mit externen Spannungsquellen betrieben werden.
Durch die die Impulsabnahme mit einer Zündkabelzange, also eine induktive Ankopplung, ist es auch für Transistorzündanlagen, wie EBZA, geeignet.


Hajo  36. Spezialwerkzeug Kompressionsdruckprüfer Zitat
16.12.2010 - 17:55 Uhr
1566 Posts
Supermod

In den 90er Jahren habe ich mir einen Servicekoffer geleistet.
Einige Teile habe ich schon vorgestellt.
Heute nun den Kompressionstester.



Er wird an einem Motor mit Betriebstemperatur in die Kerzenbohrungen eingesteckt.
Nach 3-4 Umdrehungen mit dem Anlasser kann an jeden einzelnen Zylinder der Kompressionsdruck abgelesen werden.
Die Messwerte sollten um plus/minus 1 bar variieren.
Diesen Test sollte man einmal „trocken“ und „nass“ durch Zugabe von ca. 10 ml Öl auf jeden Kolben durchführen.
In der beiliegenden Anleitung wird immer auf die Herstellervorschriften zur Prüfung hingewiesen.
Leider habe ich keine relevanten Daten gefunden. Deshalb habe ich mit dem Kompressionstester die gemessen Werte der einzelnen Zylinder überschlägig verglichen.

Doch jetzt berichtete mir HarryN, er hat einen Kompressionsdruckprüfer aus der Konsumgüterproduktion des VE Kombinat Braunkohlenkraftwerke von ca. 1986 im Internet geschossen.



Da war ich natürlich ganz gespannt auf die Gebrauchsanleitung.
Diese ist wie gewohnt, ab sofort bei trabitechnik.com downloadbar.

Die Gebrauchsanleitung erläutert sehr ausführlich den
Begriff der Kompression,
Ursachen für Kompressionsverluste und -schäden am Vier- und Zweitaktmotor und die Durchführung der Kompressionsdruckmessung.

Neu war mir auch das Einleiten von Druckluft in die Kerzenbohrung zur genaueren Bestimmung der Ursache des Kompressionsverlustes.
Die zugeführte Druckluft macht auf ihren "Abwegen" die Fehlerquellen durch blasende Geräusche kenntlich.

Aber die größte Überraschung waren die Angabe der exakten Werte für den Kompressionsdruck für die gängigsten Fahrzeuge 1986 in der DDR.
So muss der Kompressionsdruck am Trabant 601 0,73 bis 0,77 MPa bzw. 7,3 bis 7,7 kp/cm² betragen.
Ein Zweitaktmotor mit 0,45 Mpa bzw. 4,5 kp/cm² Kompressionsdruck ist verschlissen.



Hajo  37. Spezialwerkzeug Kontrollprüfgerät Zitat
13.1.2011 - 18:28 Uhr
1566 Posts
Supermod

Wer schon einmal sein Auto an einem Achsmesscomputer angeschlossen gesehen hat, dem kommt das heutige Spezialwerkzeug wie ein Anachronismus vor.
Heute werden alle Parameter bei einer Fahrwerkvermessung gleichzeitig erfasst.
Früher brauchte man für jede Größe ein spezielles Messmittel.



Mit dem Kontrollprüfgerät kann man als Erstes den Radstand kontrollieren.
Der Radstand ist der Abstand zwischen den Achsen eines Fahrzeuges.
Die Messung ist besonders nach Unfällen und nach dem Wechsel der Vorderfeder am 2-Takter Trabi angebracht.
Für die Messung müssen Radkappen oder Radabdeckungen demontiert werden und die Vorderräder exakt in der Geradeausstellung stehen.



Eine Prüfspitze steckt ein Helfer in die Zentrierbohrung des hinteren Achssstumpfes.
Die andere verstellbare Prüfspitze wird an die Zentrierbohrung der äußeren Gelenkwelle angepasst.
Das ermittelte Maß kann nun mit dem Maß auf der anderen Fahrzeugseite verglichen werden.
Diese Prozedur ist z.B. Reparaturhandbuch beschrieben .

Des weiteren kann man Radeinstellwinkel - Vorspur eines Hinterrades überprüfen
Mit einem Helfer werden die 4 Laschen an die Felgenhörner in Achsenhöhe angelegt.
Wiederum bei Geradeausstellung kann man nun mit einer Fühllehre die Vorspur der Hinterräder ermitteln.
Diese Prozedur ist z.B. Reparaturhandbuch kurz angerissen .



Klar kann man die Vorspur an den Hinterrädern auch mit einem Vorspurmessgerät ermitteln.
Aber mit dem Kontrollprüfgerät stellt man sofort fest ob das Fahrzeug dackelt.
D.h. die Mittellinien der Vorder- und Hinterachse liegen nicht auf einer Linie und es liegt ein Achsversatz vor. Stark abweichende Werte der Vorspur rechts und links deuten darauf hin.

Mit dem Kontrollprüfgerät kann man auch ohne weiteres feststellen, welches Vorderrad wie in der Spur zu verändern ist, um eine Geradeausstellung des Lenkrades zu erreichen.

Für die Bilder vom originalen Sachsenring -Kontrollprüfgerät bedanke ich mich bei HarryN.


Hajo  38. Spezialwerkzeug Transportvorrichtungen Zitat
1.2.2011 - 20:27 Uhr
1566 Posts
Supermod

In anderen Trabantforen wird heiß über "Westbleche auf IFA-Treffen" diskutiert.
"Wie soll ich meinen Tachostand unter 100 km halten, wenn ich nicht mit einem Trailer komme?"
"Wenn ich mein Westblech und den Trailer woanders abstelle, wird mir alles geklaut!" .

Ich habe mal in meinem PC gesucht und folgendes gefunden.
Als erstes ein Videoschnappschuss eines original Sachsenring Transporters für 12 Karossen.
So wurden Karossen zwischen den Werkteilen in Zwickau transportiert.



Der macht bestimmt Probleme, wegen der Überbreite. Also Sondergenehmigung auf Autobahnen und und....
Und hier eine Variante für 5 Karossen und 1 Auto.



Das wird dem einen oder anderen natürlich nicht ausreichen.
Also eine Variante mit 8 Karossen.



Wenn man auf die Art Karossen transportieren kann, wird es bestimmt auch kein Problem sein komplette Fahrzeuge zu transportieren.
Man braucht also nur noch eine gute Anhängerbaufirma, einen einfachen W50, eine W 50 L/S Sattelzugmaschine oder noch besser einen W50-LA/Z mit einer zulässigen Anhängelast von bis zu 16Tonnen, um standesgemäß bei einem Treffen anzureisen.


Hajo  39.Spezialwerkzeug Voltmeter Zitat
27.4.2011 - 8:07 Uhr
1566 Posts
Supermod

Für die Wartung und die Fehlersuche an der elektrischen Anlage ist ein Voltmeter für mich unersetzlich.
Mit ihm messe ich die elektrischen Spannungen an den einzelnen Bauteilen.

Während des Ladevorgang meiner Batterien am Ladegerät messe ich mit dem Voltmeter die Ladespannung. Die Ladespannung sollte bei Raumtemperatur pro Zelle 2,3 bis max. 2,4 V pro Zelle betragen.
D.h. bei 6 V – 7,2 V und bei 12 V – 14,4 V.

Zur Überprüfung des Ladezustandes einer Batterie messe ich die Ruhespannung. Die misst man mindestens 2 Stunden nach dem Ladevorgang. Eine vollgeladene Blei-Säure-Starterbatterie hat 2,11 V pro Zelle. D.h. bei 6 V – 6,33 V und bei 12 V – 12,66 V.

Mit dem Voltmeter messe ich auch die Ladespannung der Lichtmaschine und somit den Laderegler.
Das Voltmeter wird an den Polen der Batterie angeschlossen.
Am laufenden Motor bei ausgeschalteten Verbrauchern sollten die Spannung wie am Ladegerät gemessen werden.
Bei höheren Spannungen wird die Batterie überladen und sie kocht über. Die Säurespuren kann man bei vielen Trabis sehen.
Bei geringeren Spannungen wird die Batterie nicht richtig geladen. Dies ist besonders bei Kurzstreckenverkehr im Winterbetrieb, wenn viele Verbraucher eingeschaltet sind, der Fall. Da hilft nur das zusätzliche Laden mit einem Ladegerät.

Ich habe mehrere Voltmeter. Von Eigenbauten, über Russische und DDR-Geräte bis zu Vielfachmessgeräten, die speziell für die Kfz-Technik entwickelt wurden.
Mindestens ein einfaches Vielfachmessgerät aus den Baumarkt, das ca. 10 € kostet, sollte eigentlich im Grundstock bei jeden Trabifahrer und -Schrauber vorhanden sein.

HarryN misst an seinem Trabi natürlich standesgemäß mit der neuesten Entwicklung der DDR-Mikroelektronik - mit einem AUTOTEST elektric vom VEB Meßtechnik Mellenbach von 1985.
Da dieses Gerät kein Zeigeinstrument besitzt, sonder die Spannung mit leuchtenden LEDs anzeigt, ist es besonders für den harten Werkstatteinsatz bestimmt.



Da die LEDs 12,4 V und 12,8 V leuchten, liegt der Messwert zwischen den beiden angezeigten Skalenwerten,
ist die Ruhespannung im geforderten Bereich
und seine Batterie ist somit gut geladen.
Die Genauigkeitsklasse 2,5 ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber für den Einsatz in der Kfz-Technik ausreichend.



Ich bedanke mich bei HarryN für die tollen Bilder und die Bedienungsanleitung wird demnächst bei trabitechnik.com downloadbar sein.


Hajo  40.Spezialwerkzeug Kedereinzieher Zitat
6.8.2011 - 8:13 Uhr
1566 Posts
Supermod

Die alte Ausführung der Scheibengummis haben zur besseren Abdichtung einen Einreisskeder.
Der Keder ist später bei den neuen Gummiprofilen entfallen.
Das Einziehen ist eine Fummelarbeit und wenn man z.B. mit Schraubendreher arbeitet ist die Gefahr der Beschädigung des Gummis sehr groß.
Und bei neuen und besonders bei aktuellen Nachfertigungen stirbt man beim Einziehen einen Heldentot
Heute gibt es im Kfz-Fachhandel spezielle Kedereinzieher für die unterschiedlichen Kedergrößen für gutes Geld zu kaufen.

In meiner Kiste Spezialwerkzeuge liegt dieses Teil.
Es handelt sich um ein Stück einer Fahrradspeiche. Es wurde entsprechend der Größe des Keders gebogen. Dieses Teil spanne ich in eine Gripzange (Festklemmzange) ein. Damit kann der Keder spielend leicht in das Gummiprofil eingearbeitet werden.



Hier mal am QEKi.
Natürlich muss der Keder und das Gummiprifil vorher gut mit "Flutschi und Glitschi" bearbeitet werden. Ich nehme dafür Silikonfett.


Hajo  41.Spezialwerkzeug für Scheibenmontage Zitat
6.8.2011 - 19:15 Uhr
1566 Posts
Supermod

Da wir gerade bei der Scheibenmontage sind habe ich hier noch etwas.
Es ist eigentlich kein richtiges Trabant-Spezialwerkzeug.
Aber es hilft die Nerven zu schonen und viele Minuten bei einer Scheibenmontage einzusparen.

Neue Gummiprofile lassen sich sehr schwer auf die Scheibe auflegen.
Besonders die aktuellen Nachfertigungen.
Hat man eine Seite auf die Scheibe aufgelegt und geht um die Ecke. Ist das vorher aufgelegte wieder runtergerutscht.
Ich habe schon gelesen, dass einige 4 bis 5 Personen bei einer Scheibenmontage benötigen.

Also ich nehme Paketklebeband. Damit fixiere ich den Gummi an der Scheibe vor jeder Ecke.



Dann wird die Plastewäscheleine zum Einziehen eingefädelt.
Wenn ich dann an der Stelle beim Klebeband beim Einziehen bin, wird das Klebeband entfernt.
Klappt prima und die Scheibe muss ich sowieso nach dem Einbau putzen.


Hajo  42.Spezialwerkzeug für Bremsen Entlüftung Zitat
16.8.2011 - 16:23 Uhr
1566 Posts
Supermod

Ein sehr wichtiger Sicherheitsaspekt ist die richtige Entlüftung des hydraulischen Bremssystem.
Dazu muss im System ein Druck aufgebaut werden, damit die Luftbläschen in der Bremsflüssigkeit entfernt werden kann.

Die erste Methode ist der Druckaufbau, den ein Helfer mit dem Bremspedal erzeugt.
Gegner dieser Methode kritisieren, das sich die Kolben des Hauptbremszylinders in sonst nicht benutzte Bereichen bewegen und die Manschetten beschädigt werden können.
Ich bin der Meinung, falls das eintreten sollte, mache ich lieber die Manschetten beim Entlüften als bei einer Gefahrensituation kaputt.

Die andere Methode, die auch in den Werkstätten mit Profigeräten angewendet wird, ist der Druckaufbau im Bremssystem mit einer externen Druckquelle.
Diese Profigeräte kann man heutzutage für gutes Geld erwerben.
Aber mit etwas handwerklichen Geschick lässt sich so etwas auch für die Schrauberecke anfertigen.
Das Einfachste wäre eine Druckerzeugung im Bremsflüssigkeit-Vorratsbehälter. Dazu braucht man einen passenden Deckel mit Dichtung und ein komplettes Ventil für schlauchlose Reifen. Ein 8 mm Loch ist schnell in den Plastedeckel gebohrt und das Ventil in der Bohrung dicht verschraubt.

Mit diesem einfachen Hilfsmittel (siehe Teil 1) könnte man z.B. mit einer Luftpumpe einen Überdruck im Vorratsbehälter erzeugen, der zum Entlüften ausreichen würde.
Aber wie kontrolliert man den Druck? Dem Plaste-Vorratsbehälter sollte man nicht mehr als 1 kp/cm² zumuten.
Das Druckreservoir des Vorratsbehälters ist nicht sehr groß und der Vorratsbehälter ist schnell beim Entlüften leer.

Analog der Profigeräte habe ich mir einen Vorrats-und Druckbehälter aus einem alten Honigglas (Teil 2) gebaut. Die beiden Löcher in den Glasdeckel bohren ist zwar mühselig aber machbar.
In den Deckel wird wieder ein komplettes Ventil (Teil 4) eingebaut.
In das andere Loch kommt ein aufgebohrtes Ventilgehäuse (Teil 3) in das ich ein Stück Bremsleitung eingeklebt habe. Das Rohr muss bis fast auf den Boden des Behälters reichen, damit es immer in die Bremsflüssigkeit eintaucht. Dies wird mit einem Schlauch mit dem Deckel (Teil 1) verbunden.


Bild 1

Und wie funktioniert nun meine Bastelei?
In das Glas wird Bremsflüssigkeit eingefüllt.
Mit dem Drahtdeckel und der Gummidichtung wird das Glas dicht verschlossen.
Mit meinem Kompressor und einer Reifenfüllpistole (Teil 5) pumpe ich das Glas auf ca. 1 kp/cm² auf. Damit ich den Druck auch an dem zu entlüfteten Radbremszylinder kontrollieren kann, habe ich einen Verlängerungsschlauch (Teil 6) zwischen dem Glas und der Pistole montiert.
Der Druck im Glas drückt die Bremsflüssigkeit über das Röhrchen und den Schlauch in den Vorratsbehälter und somit in das ganze Bremssystem.
Entlüftet wird nun ganz normal mit dem Schlauch und einem Sammelbehälter


Bild 2.

Das ganze macht sich ganz hervorragend alleine.
Man muss nur immer genügend, aber nicht zu viel!!!, Druck und Bremsflüssigkeit im Glas haben.
Besonders gut macht sich das Spülen und somit ein kompletter Wechsel der Bremsflüssigkeit.
Und am QEKi! Wo es sehr aufwendig ist, den Hauptbremszylinder zu betätigen.


Hajo  43. Spezialwerkzeug Schwimmernadelventilkontrolle Zitat
26.9.2011 - 6:23 Uhr
1566 Posts
Supermod

Ich hatte ja schon am 21.2.2011 in Hajos Bastelecke von der Vorrichtung für Vergaser der Moskauer Vergaserfabrik berichtet.
Das Projekt ist etwas in Vergessenheit geraten.
Letztens fand ich aber die letzten notwendigen Teile für einen Nachbau.
Jetzt hat die Vorrichtung den Probelauf überstanden und ich bin dabei die ersten Messreihen durchzuführen.
Aber erst einmal zur Funktion.



Mit der alten Fußluftpumpe (1), an der ich die Dichtung andersherum eingebaut habe, erzeuge ich einen Unterdruck.
Wenn ich das Ventil (2) öffne, wird aus der mit Wasser gefüllten Büchse (3) Wasser in den Schlauch angesaugt.
Hier (6) habe ich ca. 970 mm WS aufgebaut, was einen Unterdruck vom ca 9,5 Pa bzw. 0,094 atm entspricht.
Das Ventil (2) wird wieder geschlossen.
Nun öffne ich das andere Ventil (4).
Der Unterdruck wirkt nun auf das in einem alten Schwimmergehäusedeckel eingeschraubte Schwimmernadelventil (5).

Es wird jedem klar sein, dass es ein absolut dichtes Schwimmernadelventil nicht geben wird.
Der Unterdruck wird also abfallen.
Aber meine ersten Messergebnisse haben mich fast vom Hocker gehauen.
Ich habe die Zeiten an 5 neuen Schwimmernadelventilen gestoppt, wie lange es dauert, bis der Druck von ca 1000 mmWS auf ca 100 mmWS absinkt.
1 x 2 Minuten, 2 x 3 Minuten, 1 x15 Minuten und 1 x 45 Minuten!!!!!!
Die ersten 3 werde ich wohl in die Tonne kloppen.
Aber mit dem Letzten werde ich bestimmt viel Freude haben.
Da noch mehrere Ventile bei mir lagern, werde ich demnächst, nebenbei bei anderen Arbeiten, eine weitere Messreihe durchführen und mich von einigen gut Abgelagerten wohl trennen müssen.

Wobei ich aber noch dazusagen muss, 1000 mmWs sind eigentlich nicht relevant.
Ab Trabi gibt es nur maximal ca. 500 mmBgs (Millimeter Benzingemischsäule). Sonst läuft der Tank über!!!!!


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
19.5.2012 - 15:05 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Hallo habe mal meine Berichte gelesen über die Arnoldbühne und da entdeckt das die Bilder weg sind,nun versuch ich sie weider hochzuladen.

Hoffe sie bleiben nun länger hier zu sehen.
Mfg Paul.

loewe opta hat folgendes Bild angehängt:

Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  44. Spezialwerkzeug Mikrometerschraube Zitat
12.10.2012 - 14:55 Uhr
1566 Posts
Supermod

Man sagt ja eigentlich vom Trabant:
"Mit Hammer, Zange, Draht, kommt man bis nach Leningrad."

Aber an einigen Teilen des Trabant sollte man eine höhere Genauigkeit in Betracht ziehen.
So verwendet man bei den Zylindern ein Intro-Meßgerät die Hunderstel Millimeter.
So etwas habe sogar ich (noch) nicht.

Aber an den Kolbenbolzen, Federgabeln, Schwenklagerbolzen, Freilauf, Tripodenzapfsternen, und , und … sollte man eigentlich nicht nur mit dem Gliedergelenkstabmaß messen.
Ich habe dafür Mikrometerschrauben.



Mit denen kann ich Hundertstel messen und entsprechende Entscheidungen betreffs des Verschleißzustandes an den Bauteilen treffen.


Hajo  45. Spezialwerkzeuge für Bremsanlage Zitat
27.1.2013 - 9:15 Uhr
1566 Posts
Supermod

Habe mich lange hier nicht mehr gemeldet.
Aber die Kälte hält mich von anderen Arbeiten ab.

Ich hatte letztens die Ehre mehrere Bremsleitungen zu demontieren und mehrere Fahrzeuge zu entschlüpfern. (Tschuldigung – Entlüften!)
So ganz einfach, ist das nicht. Vor allem wenn alles schön fest gegammelt ist.
Wenn dann noch die Bremszylinder aus Alu sind – Gute Nacht.

Erst einmal mit Rostbrecher alles gut einweichen.
Mit den Schlüsseln aus den Bordwerkzeug wird das meist nichts.
Da kommt man meist schlecht ran und der Sechskant ist schnell rund gelutscht.
Mit ordentlichen Werkzeug geht das schon viel besser.



Beim Blättern in einem Werkzeug-Katalog ist mir etwas in die Augen gefallen.
Gleich bestellt.



Zugegeben sind nicht ganz billig. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Der erste Probelauf war sehr efolgreich.
Habe mir, die für den Trabant notwendigen, schon einmal zurecht gelegt.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
17.2.2013 - 23:37 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Moin allen.
Habe mir mal Gedanken gemacht wie mann noch die Buchsen aus den Lenkern vorne rausbekommt.
Letztes Jahr war ich Balkone beschichten und unser Material lagerte im Heizungskeller,eines Tages war der Klempner dort um neue Absperrschieber einzubauen die alten lagen draussen was ist damit tjo kannst haben.
Das sind so grosse Teile die in der Hauptwasserleitung sitzen änliche Funktion wie am Waschtisch nur grösser.
Oben sitzt n Handrad darunter in einer Führung eine Spindel an deren Ende ein Gummiring der den Fluss des Wasser regelt.

Meine hatten 4 Schrauben mit den sie in den Gehäuse befestigt waren,übrig blebt nur die Spindel mit Handrad und Führung.
Unten das Gummi wird entfernt und auf dieses Gewinde kommt eine gedrehte Hülse die genau den Duchmesser hat wie die äussere Buchse zu ausdrücken.
Die andere hat eine Rille für die innere Buchse so das sie nicht beim eindrüken beschädigt wird und ich sag mal Bolzen mit drann im Duchmesser des inneren Rohres der Buchse.
Ist ein wenig schwer beschrieben darum morgen mal erste Bilder dazu.
Ein Kollege in der neuen Firma frage ich ob er mir 2 Druckstücke drehen kann dann mehr.
Hoffe es ist ein wenig verständlich was ich schreibe.
Zu sehen ist so ein änliches Teil hier .

Spindelpresse.

http://www.nsu-greifzu.de/html/schrauberseite.html
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
18.2.2013 - 8:48 Uhr
1566 Posts
Supermod

Da bin ich aber auf das Ergebnis gespannt.
Freue mich schon auf tolle Bilder.
Die relevanten Maße für deinen Dreher findest du hier


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
18.2.2013 - 21:40 Uhr
320 Posts
Lord Forum

So nun mal Bilder davon.
Ausgang ist dieses Oberteil eines Absperrschiebers ( sieht so aus).



Hier zu sehen das blanke Unterteil das an den Gewinde der Spindel sitzt ist nur ein Muster das Mass beträgt Aussenmass der Buchse.


Ansicht unten im Vordergrund die kleine Buchse.
Das Teil zum eindrücken sollte so sein das ein kleiner Bolzen unten drann bleibt im Durchmesser der Buchse innen und ein kleiner Freistich so das das innerer Rohr nicht aus der Buchse rutscht.




Rest wenn fertig ist ,ahh unten noch eine Platte drann und mit 4 Stützen am Oberteil verbunden.

Quelle Bild nsu- greifzu.de



Hoffe das erklärt zu haben und das der Aufbau genug Kraft erzeugt und die Buches raus und reinzudrücken.
Die Platte sollte aus ca 1 cm Stahl sein und die Stützen mess ich noch ab so das wenn die Spindel runtergedreht wird nicht am Boden anstösst.

Quelle Bild nsu- greifzu.de


Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
19.2.2013 - 15:05 Uhr
1566 Posts
Supermod

Dein Anliegen habe ich schon verstanden.
Und das wird schon etwas werden.

Aber bedenke, du hast an einem Querlenker nur eine ganz kleine Auflagefläche.
Die Bodenplatte muss also eine derartige Unterlage haben, dass man die Querlenkerbuchsen außen und sowohl auch innen auflegen kann.
Du willst doch bestimmt nicht die Querlenker verbiegen!


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
19.2.2013 - 20:42 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Richtig erkannt.
Dort in der Firma wo ich bin haben die massiv Stahl denk das reicht dazu als eine Unterlage mal die Schrottkiste durchwühlen.
Passende Stützen hab ich schon gefunden nur noch ne Halterung bauen fürs Oberteil.

N Kollege der Dreher ist kann mit auch ein paar Druckstücke drehen aber erst nächste Woche ( Spätschicht).
mfg.
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.2.2013 - 18:55 Uhr
320 Posts
Lord Forum

So anbei was aus einen anderen Forum da hats auch jemand gemacht solche Druckstücke brauche ich .
2 davon eins zum auspressen das andere zum einpressen man sieht auch schön die kleine Rille für das innere Rohr somit wirds nicht rausgedrückt

http://www.multi-board.com/board/index.php?page=Thread&threadID=47823.


mfg.
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.2.2013 - 21:48 Uhr
1566 Posts
Supermod

Bist schon auf der richtigen Spur.
Aber der Munga hat keine Silentbuchsen von der Vorderfeder vom Trabant drin.
Die relevanten Maße schrieb ich schon am 18..02. .


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.2.2013 - 22:10 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Meine ja nur wie die Werkkzeuge aussehen müssen.
Quelle Mungaforum.


Da ja der Schieber an der Spindel ein Gewinde hat in diesen Druckstück ein Sackloch bohren Gewinde schneiden ist die hälfte schon gewonnen.
Ha morgen ist Spätschicht mal die Kisten durchsuchen hab da schon was als Stütze gefunden.

Auch bei anderen Sachen sag nur Abzieher Schwungrad,da ja die Schrauben der Federgabel in den 2 Gewindelöchern passen am Schwungrad,und an meinen Tisch schon ne dicke Schraube mit ner Mutter wartet.
Das passende dicke Stahlstück ( ca 1 cm wie im Buch )find ich auch,und der Kollege da kanns Schweissgerät bedienen

Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
25.2.2013 - 6:50 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nun ja, wobei mir die Form des Stempels vom 1. Munga-Bild besser gefallen hat.
- Größere Auflagefläche und die werden bestimmt länger halten.

Ich denke mal das Druckstück (Stempel) wird jetzt geklärt sein.
Jetzt musst du dir nur noch klar werden, wie die Matrize, die Auflage, gestaltet werden sollte.
Da du ja deine Presse bestimmt auch für die Buchsen der Querlenker benutzen willst, wird das schon etwas komplizierter.

Bedenke auch, dass du keine 4 Hände hast.(2 drehen am Handrad und 2 halten das Bauteil)
Wenn du natürlich ein Helferlein hast, wird das kein Probs werden.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
2.3.2013 - 21:45 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Nabend,
So 1 cm dicke Metallplatte ist da fehlen noch 4 Stützen somit ist das Grundgestell fertig.
Eine Matitze fürs ausdrücken kommt noch.
Die Tage mal die Stützen besorgen und einpassen dann gibts wieder Bilder.
mfg,
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  46. Spezialwerkzeug zur Dachdemontage Zitat
11.3.2013 - 12:25 Uhr
1566 Posts
Supermod

An einer Karosse musste wegen leichten Anrostungen und zur genauen Diagnose das Dach runter.

Irgendwo habe ich einmal was von einer Falzöffnerzange gelesen.
Die gibt es im Sprenglerwerkzeugbedarf. Aber die Preise! Jenseits von Gut und Böse.

Ich habe eine Flechterzange leicht umgearbeitet.
Die habe ich einmal für wenig Geld bei einem Lebensmitteldiscounter erstanden.



Nachdem alles ein wenig angepasst wurde, funktioniert sie Klasse.
Ohne Risse, Dellen und Beulen war das Dach in kürzester Zeit sauber demontiert.
Mal sehen ob es mit meiner Demo klappt?




Hajo  47.Spezialwerkzeug Spanner für Kühlluftgehäuse Zitat
18.4.2013 - 12:11 Uhr
1566 Posts
Supermod

Der eine oder andere wird sich schon über den Sinn und die Anwendung eines Spanner für Kühlluftgehäuse gewundert haben.

Das Kühlluftgehäuse wird zwischen Motorengehäuse und Lüftergehäuse eingeklemmt.
Zur Abdichtung dient ein Profilgummi, der auf das Lüftergehäuse aufgesteckt wird.
Damit das Kühlluftgehäuse an dem Profilgummi richtig anliegt, muss das Kühlluftgehäuse unter das Lüftergehäuse geschoben werden.
Das erreicht man, indem beim Festschrauben des Lüftergehäuses ein Helfer das Kühlluftgehäuse z.B. mit einem großen Schraubendreher an der Nase nach hinten drückt.
Auch mit einem sanften Schlag auf diese Nase, kurz vor dem Festziehen, erreicht man diesen Effekt.
Oder eben mit dem Spanner für Kühlluftgehäuse!



Ich gebe zu, es ist ein Werkzeug, dass man nicht unbedingt haben muss.
Aber wenn man hat, warum sollte man es nicht verwenden?
Ich habe hier mal das Teil, für ein besseres Foto, bei geschlossener Motorhaube geknipst.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
20.4.2013 - 17:09 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Hi Hajo kannst deine Demo vieleicht langsamer einstellen.
Oder per Bildern.
Das mit der Presse dauert noch bin bei der Firma nicht mehr wo sie die Buchsen hätten machen können.
mfg.
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
20.4.2013 - 18:54 Uhr
1566 Posts
Supermod

Demo ist fast Echtzeit.
Nur muss immer nachgesetzt werden.
Schicke dir Orschinal-Bilder.


chris_m  Spezialwerkzeug Nr. 48 Zitat
7.9.2013 - 11:45 Uhr
667 Posts
Supermod

beim Erreichen kleiner Schraubenköpfe und Muttern versagen aufgrund sehr enger räumlicher Verhältnisse die üblichen Spitzzangen oder Stecknüsse. Ein Stück PVC-Schlauch leistet gute Dienste-hier eingesetzt bei der Rekonstruktion des Spezialwerkzeugs Nr.18



Bild auf Server Trabitechnik.com hochgeladen.


Editiert von Hajo am 16.9.2013 um 7:16 Uhr
freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


chris_m  Spezialwerkzeug Nr. 49 Zitat
16.9.2013 - 0:00 Uhr
667 Posts
Supermod

Im Augenblick beschäftige ich mich damit, für ein Forenmitglied die angelieferten Geber- und Steuerteile der EBZA ESE2H zu testen und
instandzusetzen.

Für die Funktionsprüfung des Geberteil der elektronischen Batteriezündanlage benötigt man eine spezielle Prüflampe.

Der verbaute Hallgeber kann mit seinem Open Collector-Ausgang maximal 30 mA verkraften. Eine herkömmliche Prüflampe benötigt so
um die 500 mA. Wer diese Prüflampe anschliesst, darf sich also nicht wundern, wenn diese nicht leuchtet, dieser Geber wird die Lampe nie
mehr zum leuchen bringen.

Es wird eine LED-Prüflampe gebraucht, diese benötigt einen Strom zwischen 5 - 20 mA (je nach dem, wie gross der Vorwiderstand tatsächlich ist)

Die benötigten Teile finden sich bei mir in der Bastelkiste, da ich bekennender ESS (EdelSchrottSammler) bin. Alte Leiterplatten kann ich
einfach nicht gleich wegwerfen. Irgendwas brauchbares findet sich immer. In diesem Fall war es die alte Steuerplatine eines Plotters, der vom
Tisch gefallen war. Siehe da: eine grüne LED und ein 740 Ohm-Widerstand. Ausserdem fand sich in der Kiste noch ein Lautsprecherkabel, sogar
mit dem passenden Flachstecker 2,8mm für den Geberanschluss. Wer die Teile beim Elektronikhändler kaufen muss, kommt mit unter 5 EUR aus.



Die Anode der LED ist daran erkennbar, dass das Lötbeinchen etwas länger ist, ist dieses wie bei mir duch einen vorangegangenen Einsatz bereits
gekürzt worden, so schaut man das Plastgehäuse an: die abgeflachte Seite kennzeichnet die Kathode. Also erhält die Anode das rote Kabel und
die Kathode das schwarze, welches ich meinem Fall praktischerweise den 2,8 mm Flachstecker trägt. Dieser wird dann später auf den Geber gesteckt.



Also schnell den Lötkolben angeheizt, LED in Reihe mit dem Widerstand gelötet, die Kabel farblich passend dazu, anschliessend alles mit einem
Rest Schrumpfschlauch überzogen-fertig! Zum Test mal schnell die neue Prüflampe in Reihe mit einem Amperemeter an die 12 V Batterie angeschlossen:
Ergebnis: 12 mA -perfekt!

Um nun zu prüfen, ob der Geber funktioniert, wird das grüne Kabel vom Geberteil abgezogen und statt dessen die Kathode (der Minuspol) der LED
aufgesteckt. Der andere Anschluss der Prüflampe kommt an dem Pluspol der Bordspannung (z.B. an Klemme 15 der Zündspule)

Im Bild ein Testaufbau in der Werkstatt. Man sieht deutlich, dass die LED grade leuchtet.



Dreht man nun den Motor von Hand durch(ggf. vorher Zündung einschalten, damit Klemme 15 auch Spannung hat), so muss die LED eine halbe
Umdrehung an und eine halbe Umdrehung aus sein. Die Punkte des Aufleuchtens oder Verlöschens zeigen den eingestellten ZZP an; wer möchte,
kann mittels der Kerben an der Riemenscheibe oder mittels Messuhr hier auch eine statische Überprüfung des ZZP's vornehmen. Zeigt die LED
Dauerlicht oder bleibt komplett dunkel, so ist der Geber defekt und muss gewechselt werden.

Mit etwas Mühe lässt er sich reparieren, doch das ist hier nicht das Thema.

Bilder auf Server Trabitechnik.com hochgeladen.

Editiert von chris_m am 16.9.2013 um 9:00 Uhr
freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


Hajo  50. Spezialwerkzeug Leertrommel Zitat
28.9.2013 - 7:12 Uhr
1566 Posts
Supermod

Beim Barkas B1000 die Vorderradbremse einstellen ist ein Geduldsspiel, da der Barkas nicht wie der Trabant automatische Nachsteller hat. Gute Dienste leistet da eine Leertrommel.
Da 2 Bremstrommeln für die Zentrierringe der Wartburgtrommelbremse herhalten mussten, lag es nahe aus dem Rest eine Leertrommel zu fertigen.

Diese Leertrommel wird auf die demontierte Bremstrommel gesteckt.
Wenn ein Helfer die Bremse betätigt, kann man sehr schön sehen, ob die Bremse exakt arbeitet.
Ob ein Bremszylinder fest oder undicht ist, kann man sehr gut feststellen.
Aber auch die Funktion der Nachsteller kann man sehr gut visuell erfassen.



Hier zur Demo auf einen einen Antrieb gesteckt, der wieder ein funktionierender Antrieb werden soll.
Klar wieder einmal ein Teil, dass man nicht unbedingt braucht. Da man auch andere Prüfmethoden anwenden kann.
Aber bei mir hat es sich ohne viel Aufwand so ergeben und ich setze die Leertrommel gern ein.


chris_m  Spezialwerkzeug Nr 51 Heizdorn für Radlager Zitat
24.11.2013 - 14:30 Uhr
667 Posts
Supermod

Es ist Sonntag, ich habe Langeweile und räume die Werkstatt für die kommenden langen Winterabende auf, an denen ich das eine oder andere Vorhaben für meinen Kübel realisieren will.

Nun habe ich ja im Forum schon mal von meinem neu erstandenen Alpenkreuzer CT 5 berichtet, mit dessen Naben ich ja so meine Probleme hab. Runter ist sie ja nun, aber wie wieder drauf?

Siehe da, beim Schrott zusammentun fiel mir der Achszapfen einer Scharniergelenkwelle in die Finger. Normalerweise werden die Radlager ja aufgepresst und wenn ich sie zur Verwendung als Heizdorn heiss mache, wächst sie ja auch noch. Also ein wenig mit dem Negerkeks randaliert und schon fällt sie im kalten Zustand mit einem lauten Klack durch die Innenringe und liegt klappernd drin.



Nun kann der Achszapfen als Heizdorn verwendet werden.



Schön aufheizen, bis die Spuckeprobe zischend verläuft und dann rein in die Radlager (im Foto nicht ganz eingeschoben). Man merkt schon, das der Dorn nun wieder etwas schwerer reingeht.



Nach 2-3 Minuten klappert der Heizdorn wieder in den Sitzen, das Zeichen dafür, das die Innenringe warm sind und sich geweitet haben. Nun kann der Dorn raus und die Nabe mit den warmen Lagern wird zügig auf die Achse geschoben.

Alles ganz ohne Gewalt und Hammerschläge. Sicher ist der Einsatz eines Heizdorns nicht neu, dieser Beitrag soll wie mein letzter auch zeigen, wie man sich mit geringstem Aufwand ein Spezialwerkzeug schaffen kann, mit dem die Arbeit schonend und zügig erledigt werden kann.

freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


chris_m  Spezialwerkzeug Nr 52 Tripodenkappe Zitat
7.12.2013 - 13:13 Uhr
667 Posts
Supermod

Ob es sich hier nun um ein Spezialwerkzeug handelt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist es eine Frustverhinderungshilfe, die ich Euch hier nicht vorenthalten möchte.

Wer gelegentlich mal die Gleichlaufgelenkwellen demontiert/montiert bzw. diese Wellen dann auch lagert, kennt das Problem, dass sich die Laufringe des Tripodensterns gern verflüchtigen und sich die Nadeln sich in der gesamten Werkstatt verstreuen. Der Tripodenstern wird daduch unbrauchbar. Bei den Preisen für Ersatz sollte man da also etwas vorsichtiger sein.
Der gern gegebene Hinweis, die Tripodensterne mit Klebeband zu umwickeln ist m.E. wenig hilfreich, da ich noch kein Klebeband gefunden habe, das auf Fett haftet.

Heute früh beim rasieren fiel mir die Kappe der Rasiergeldose ins Blickfeld. Was soll ich sagen-ich werde mich jetzt öfter rasieren, da ich noch einige Gelenkwellen zu sichern habe.


freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


Friesentrabbi  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
7.12.2013 - 19:47 Uhr
140 Posts
Dr. Forum

Ich habe diesen Herbst bei meinem Motorwechsel gute Erfahrungen mit abgeschnittenen 1/2-Litereinwegplastikflaschen gemacht. Für ein längeres Lagern wären die auch gut geeignet.
Der Trabant: Wer das Gute sucht findet manchmal das Besondere.

loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.2.2014 - 19:49 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Da ich mal beschrieben hatte wie man sich n Werkzeug baut um die Fahrwerksbuchsen auszupressen hier was neues.
In Ascheberg letzes Jahr war jemand der dort was hatte um einfach die Buchsen auszupressen das Teil zu bauen ist einfach da es alles im Schrottcontainer zu finden ist bis auf einen Stempelwagenheber.
Es sind 2 Stahlplatten und 4 Stangen mitn Gewinde oben drann.
In die Stahlplatten werden die Stangen im passenden abstand eingeschweisst und danach kommt die obere Platte aber nur aufgeschraubt.
Sie bekommt noch ne Verstärkung oben so das sie sich nicht verformt.
In der Mitte der vorderkante kommt ein Loch das so gross wie der innere Durchmesser des Lenkers .
Er wird wie ein U darüber geschoben und von unten drückt ein Pressstempel die Buchse aus und auch wieder rein mit einen passenden der in der Mitte einen Pin hat für das innerer Rohr der Buchse.
mfg,

Die ersten Bilder zeigen das Teil in Ascheberg das andere mein vorabentwurf.












Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.2.2014 - 19:53 Uhr
1566 Posts
Supermod

Ich hoffe du bist nicht zu sehr enttäuscht, wenn du den Fehler deiner Konstruktion entdeckst.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.2.2014 - 19:55 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Ist noch nicht fertig.
Fehler ????? welchen.

Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.2.2014 - 20:25 Uhr
1566 Posts
Supermod

Überlege dir mal, warum bei deinem Vorbild das Loch zum Ausdrücken so sehr am Rand ist und er nicht, wie du, Trompetenblech verwendet hat und es noch zusätzlich verstärkt hat.


chris_m  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
23.2.2014 - 22:47 Uhr
667 Posts
Supermod

oder andersrum: zeig doch mal per Foto, wie Du die äusseren Buchsen ausdrückst.
freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.2.2014 - 20:47 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Kommt noch,einfach wie ein U drannstecken passt über die Platte so dick ist sie nicht.
Dann die eine auspressen dann umdrehen dann die andere.
Innere Buchse dito.
Darum ist ja auch oben n Loch drinn ,muss nur genau so gross sein wie die Buchse im aussendurchmesser.
Wird dann nach oben ausgepresst.
mfg
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







chris_m  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
25.2.2014 - 16:45 Uhr
667 Posts
Supermod

um die Dicke ging es auch nicht...mach mal ein Foto davon, wie du versuchst die inneren Buchsen auszupressen, also die auf der Radnabenseite!
freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
26.2.2014 - 22:08 Uhr
320 Posts
Lord Forum

So nun mal im Bild wie es ich mir denke.
Auf der unteren Platte steht ein Stempelwagenheber,darauf ein Druckstempel passend zum Aussendurchmesser der Buchse.
Auf der oberen Platte ist in der Mitte n Loch,dazwischen ein Lenkarm mit der Buchse an den Loch.
Der Stempel drückt sie nun per Wagenheber aus,wie bei den Herrn in Ascheberg nur da war das Material zur Presse kleiner hab nix besseres gefunden.
Wagenheber müsst ihr euch denken kommt noch.
So das Prinzip dabei,








Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







chris_m  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
26.2.2014 - 22:16 Uhr
667 Posts
Supermod

okay... das Loch kommt also erst noch, darum konnten wir es nicht sehen:)) es würde sicher nicht schaden, anstelle des Klebestreifens noch mal hochkant eine Verstärkung aufzuschweissen, um eine Durchbiegung zu verhindern.
freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
26.2.2014 - 22:22 Uhr
320 Posts
Lord Forum

So soll das auch sein ,wird noch gemacht .
Der Herr in Ascheberg hatte eine von hinten drann.
Auch die Stangen müssen noch fest und gerade eingeschweisst werden.
Ist zwar n bischen klobig alles aber für lau .
Ahh noch was ,den stärksten Heber nehmen kann nicht schaden.
Morgen mal in der Schrottkiste guggen bei ner Firma die Maschienen baut für Konservendosen.
Alles Drehteile die übrig sind.
mfg Paul.
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Spezialwerkzeug Nr. 53 Nietpresse Zitat
14.8.2014 - 16:32 Uhr
1566 Posts
Supermod

Das Jahr 2014 scheint das Jahr des Sterbens der Kupplungsscheiben zu sein.
2 Stück verabschiedeten sich bei mir und 4 Fans suchten händeringend und fanden Hilfe bei mir.
Doch die letzte Bestandsaufnahme zeigte, die vorhandenen Bestände sind aufgebraucht.

Die ungefederten Kupplungsscheiben kosteten früher EVP 26,00 M. Die neuere Ausführung gefedert kosteten 76,00 M. Dieser Preis wird heute, wenn nicht noch mehr, in Euronen aufgerufen.
Kupplungsbeläge kann man manchmal für einen schmalen Taler erwerben. Bei den benötigten Hohlnieten mit den Abmessungen 5 x 0,5 x 6 TGL 0-7339 sieht es schon anders aus. Sind aber beschaffbar.
Die Beläge wechseln mit Hammer, Meißel, Körner, Dornen usw. ist mir noch nicht mit einem positiven Ergebnis gelungen.
Desterwegen schaute ich mich schon Jahre auf Märkten, in Internet und bei Händlern um, damit ich es so wie die Sachsenringer machen kann.



Auf dem Oldtimermarkt in Spremberg 2014 wurde ich fündig.
Die auswechselbaren Druckstücke passten zwar nicht ganz. Eine Anpassung auf der Drehmaschine brachte den gewünschten Erfolg. Das Teil richtig gangbar und noch ein wenig aufgehübscht.



Jetzt brauche ich länger die alten Nieten auszubohren, die Qualität ist hervorragend und eine Niete sieht wie die andere aus.


chris_m  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
16.8.2014 - 11:11 Uhr
667 Posts
Supermod

das was mit dem Balancier verpresst wird, ist hier zu sehen. Links sind die Nieten mit der richtigen Länge zu sehen, eben die Hohlnieten mit den Abmessungen 5 x 0,5 x 6 TGL 0-7339 . Die rechten sind etwas länger und bilden einen recht dicken Wulst.
Im Ernstfall würde ich die Nieten vor dem Pressen mit nem Dremel kürzen. Sind ja nur 12 Stück.


Und diese Dinger hier werden mit den Nieten gehalten.




freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
16.8.2014 - 13:04 Uhr
1566 Posts
Supermod

Genau!!!
Da sich mir mit Hilfe eines guten Freundes von einem noch besseren Freund eine Bezugsquelle aufgetan hat, brauche ich mir die Arbeit nicht mehr zu machen.

Und ach herjeh!
Du (ich übrigens auch ) verwendest die Kupplungsbeläge vom VEB COSID-Kautasit-Werke Coswig??? Die haben früher 2 Stück 4,46 M gekostet.
Die sind nach Auffassung von Wissenschaftlern extrem gesundheitsschädlich. Da sie Asbest enthalten.
Wir vergiften also ganze Völkerstämme von Autofahrern!
Vor allem die Gesundheitsbewussten in der Dummweltzone!

Man sollte also asbestfreie verwenden!
Auch wenn die nicht richtig funktionieren und bei Weitem nicht so lange halten.
Und natürlich nicht nur ein paar Euronen mehr kosten.

Hajo hat folgendes Bild angehängt:



loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
18.12.2014 - 19:42 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Nabend.
Da ich zur Zeit in ner Firma arbeite die grosse Getriebe baut,hab ich mal meine "" Presse mitgenommen um die 4 Stangen einschweissen zu lassen.
Sind gerade drinn,morgen nehme ich die andere Platte mit da kommt ne Verstärkung drann.
Das andere trocknet schon mal.
Bilder morgen.
Mfg Paul-
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







chris_m  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
18.12.2014 - 21:14 Uhr
667 Posts
Supermod

trocken nach dem Schweissen?

freundliche Grüsse aus Waldersee von Chris

Trabant-Dessau
Oldtimerstammtisch-Dessau

Schick mir ne Mail
oder ruft an: Trabant-Hotline Dessau 0340 5024070


Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
20.12.2014 - 6:37 Uhr
1566 Posts
Supermod

Chris_m wusstest du nicht, dass es WIG-Schweißgeräte mit Wasserkühlung gibt.

Aber Spaß beiseite!
Ich denke mal Paul meint einen Anstrich.
Auch nehme die Vorstellung meiner Spezialwerkzeuge immer zum Anlas die Teile vorher mit der grauen Farbe aus den großen Topf etwas aufzuhübschen.


loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
24.12.2014 - 17:07 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Da kommt noch ne Platte drann oben.
Und an dieser ne Verstärkung wegen durchbiegung.
Aber erst im neuen Jahr.
trocknen heisst das es grundiert ist Lack kommt noch.
Auf der unteren sitzt ein Pumpwagenheber der per druckstück durch die oberer Platte wo noch ein Loch reinkommt die Buchse aus und wieder rein mit einen anderen druckstück presst.
Mfg Paul.


Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.







Hajo  Spezialwerkzeug Nr.54 Schweißpunktbohrmaschine Zitat
7.2.2015 - 11:24 Uhr
1566 Posts
Supermod

Nicht gerade ein Spezialwerkzeug für den Trabant. Aber ein Profiwerkzeug aus den Karosseriebau.
An der Trabantkarosse sind viele Einzelteile durch Punktschweißungen zusammengefügt.
Will man einzelne Teile wechseln, bohrt man die Punktschweißungen an dem zu wechselnden Teil auf. Das neue Teil kann dann an dem gesunden Teil wieder mit einer Punktschweißzange angepunktet werden.

Die geringsten Beschädigungen erreicht man mit einem Schweißpunktbohrer/Fräser, der nur eine Zentrierspitze hat und das Blech um den Schweißpunkt abfräst.

Natürlich kann man das auch mit einer normalen Bohrmaschine machen. Aber einmal zu stark gedrückt und schon hat man durch die gesamte Punktschweißung durch gebohrt.
Bei mir kommt neuerdings eine Schweißpunktbohrmaschine zum Einsatz.
Bei der kann man die Tiefe der Bohrung einstellen. So, dass man nur das zu wechselnde Bauteil aufbohrt. Außerdem kann man durch den Handhebel den Vorschub kontrolliert dosieren.



Ich habe mit meinem Heimwerkerkompressor leichte Probleme mit der Druckluftversorgung. Aber ich stehe ja nicht in Leistung. Da kann man warten bis der Druck wieder ausreichend ist.


P601  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
8.2.2015 - 19:25 Uhr
99 Posts
Supermember

Sieht nach Kübel aus.

Hajo  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
9.2.2015 - 10:22 Uhr
1566 Posts
Supermod

Blitzmerker!!!

Zum Glück brauche ich dieses Spezialwerkzeug an meiner Limo -Theo- (noch) nicht.


P601  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
9.2.2015 - 16:21 Uhr
99 Posts
Supermember

Das freut mich.
Schade das mein Kübel das braucht, aber so wird er fachgerecht repariert! ;)

loewe opta  Re: Trabant - Spezialwerkzeuge Zitat
9.2.2015 - 21:42 Uhr
320 Posts
Lord Forum

Kostet aber einiges hab eben ne Seite gefunden

http://www.spotle.de/spotle-vision-druckluft-schweisspunkt-bohrmaschine-psv-03.html

Aber ich denk hilft einen ne Menge,besser als nur mitn Bohrer zu arbeiten.
mfg Paul
Trabant P 600 bj 1963.
Trabant P 601 bj 1964.